12.8.`19

Studie zu Carsharing

Kaum Jemand verzichtet aufs eigene Auto wegen Carsharing. Zu diesem Schluss kommt eine Studie einer Beratungsgesellschaft namens A.T. Kearney.
Und Überraschung: Die meisten Nutzer von Carsharing kommen von Bus und Bahn!
Robert Henrich, COO von Moia, war früher Chef von Car2Go. Damlas verkaufte er noch Verkehrsentlastung durch Carsharing, so wie er Heute Verkehrsentlastung durch Moias Pooling verkauft. Schon damals trug er die gleichen Effizienzversprechen vor, schon damals sollten tolle Algorithmen einer App die Schwerkraft überwinden können. Käufer würden zu Nutzern und würden ihr Auto stehen lassen.
So viel dazu:

26.7.`19

Mind the Gap

Moia meldet, dass sie in London in 1 Stadtteil für 12 Monate einen Testbetrieb aufnehmen dürfen. Man beachte den Abstand zwischen Hamburg und London:

  • Hamburg (4 Jahre, alle Stadteile)
  • London (1 Jahr, 1 Stadteil)

Das sieht schon eher nach Erprobung aus. In einer Stadt, die nicht gekauft ist. Bemerkenswert ist auch die Formulierung auf Moias Website.

Anders als in Hamburg oder Hannover handelt es sich bei unserem Projekt in London um ein Pilotprojekt, das für 12 Monate festgelegt ist.

Der Satz ist natürlich absichtlich verschleiert formuliert. "Pilotprojekt" und "12 Monate" sind die nötigen Einschränkungen um zu verschleiern, was der Satz wirklich bedeutet, nämlich dass Moia in Hamburg zeitlich in Wahrheit überhaupt nicht "festgelegt" ist. Nach der Erprobung folgt sofort der Regelbetrieb und der ganze Spuk ist eine Markteinführung, Herr Richter, keine Erprobung.


24.7.`19

Moias Prüfstand

Moia hat Heute - wie bereits in den Schriftsätzen des Verfahrens angekündigt - bekannt gegeben, eigene Studien in Auftrag zu geben, die beweisen sollen, dass Moia den Verkehr entlastet, weil nur Menschen Moia fahren, die bereits ein Auto besitzen und alle anderen mit dem HVV, dem Fahrrad oder zu Fuß gehen.
Die Behörde hatte angekündigt eine eigene Studie in Auftrag zu geben. Merke also: Moia Studien ≠ Behördenstudie(n)! Moia beauftragt 2 Institute, wird also auch 2 Studien vorlegen. Das wäre dann vermutlich 1 Studie mehr, als die Behörde haben wird. Eines der von Moia beauftragten Institute ist von der Bundeswehr. Warum ein Institut der Bundeswehr? ¯\_(ツ)_/¯
Auf der - seeehr laaaangsam ladenden - Website der Bundewehr-Uni wird damit geprahlt, welche Projekte man bisher aus der Industrie "eingeworben" hat. Man kann daran also gut erkennen, wie unabhängig das Institut von den Interessen der Wirtschaft ist.
Der NDR zitiert einen Sprecher dieser Bundeswehr-Uni in München:

Klaus Bogenberger von der Bundeswehr-Uni München

Ähnliche Untersuchungen in München zeigten, dass Fahrdienste erst mit 1.000 Wagen für weniger Verkehr sorgten, sagte Klaus Bogenberger von der Bundeswehr-Uni München am Mittwoch bei Präsentation der für Hamburg aufgelegten Studie. Erst dann seien die Kleinbusse gut ausgelastet.

Das Ergebnis der Bundeswehr-Studie steht also bereits fest. Moia braucht mindestens 1000 Autos, um bei der Invasion des Mobilitätsmarkts siegreich sein zu können. Vielen Dank an die Wissenschaftler der Bundeswehr, Sie können jetzt wegtreten.
Ob es bei den von Moia beauftragten Instituten die Expertise und die Taschenrechner gibt, um einen Pooling-Index auszurechnen, kam auf dem Event Heute im Hotel 25hours nicht zur Sprache.


Karlsruher Institut für Technologie


Universität der Bundeswehr München


NDR


Update

Das Abendblatt berichtet:


PS:
Die Website der Bundeswehr Uni München, die Expertisen zu Hoch-Technologien wie Cybersicherheit anbieten, hat eine Ladezeit von 5,2 Minuten (ja, Minuten!) im WLan. Sie hat Resourcen von 4,6 MB von denen aufgrund eines "errors" nur 3,8 MB geladen werden können. Sie hat 2 Fehler im Javascript Code, die das vollständige Laden der Site ebenso verhindern, wie den Audit durch Lighthouse/ Chrome.
Zum Vergleich: "dieKlage.de" wird von einem Stümper gemacht, dessen Expertise zu Technologie so beschränkt ist, dass er nicht nur Javascript-Nachhilfe braucht. Trotzdem lädt die Site in 0,5 Sekunden und hat eine "Time to Interactive" von 0,4 Sek. Im Audit von Lighthouse/ Chrome ist unser Performance Index 100, Best Practices 93 und SEO 90. Es gibt auch Fehler im Code, auch im Javascript aber trotzdem - läuft (meistens).
PPS:
Sorry, das musste leider raus,
Gruß vom "Webmaster"

15.7.`19

Powered By Volkswagen


Ein Typ namens Sebastian Schaffer (Die Grünen), der bisher stellvertretender Sprecher des Hamburger Senats war, wechselt zum 1. September in die Unternehmenskommunikation der Volkswagen AG und wird dort Reden für den Vorstand schreiben.
Sebastian Schaffer erklärte, für ihn werde ein

Kleinjungentraum

wahr, denn er bekomme die Chance in einer

spannenden Zeit

beim größten Auto-Konzern der Welt an

der Wende zur E-Mobilität mitzuarbeiten.

Natürlich finden auch wir kleine Jungen süß und gönnen jedem sein inneres Kind, aber folgt man dieser Logik, könnten dann nicht auch Kriegsdienstverweigerer ohne Gewissensbisse bei der Fa. Kalashnikow an der Wende zum Strahlengewehr mitarbeiten?
Als Wähler fühlen wir uns betrogen, denn für uns ist diese Zeit nicht "spannend", sondern beschissen.

Warum?


Wir stehen im Regen, den Politiker- und Industrie-Interessen auf uns niedergehen lassen. Als Wähler fühlen wir uns verschmäht und verachtet und fragen uns - warum?
Nicht nur Taxifahrern geht es so, sondern allen, die sich durch Arbeit ernähren und nicht durch Bullshit. Wir wissen das, denn in der Taxe reden die Leute.
Wenn ein Hinterbänkler wie dieser Sebastian Schaffer in die Chefetage von VW wechselt, könnte das eine unbemerkte Randnotiz bleiben, aber weil wir viele sind, ist irgendeiner von uns garantiert wach und sieht das.

Wir sehen euch.
Wir sehen was ihr macht. Wir sehen, was ihr wirklich seid.
Einige von uns hatten geglaubt, die Grünen wären immun und für die Industrie nicht so leicht zu haben, wie ganz normale Polit-Huren, aber das war dann wohl auch bloß ein Kindertraum.
Andere von uns waren nicht so naiv und wussten es schon lange. Spätestens beim Blick in harmlose Gesichter mit dem narzisstischem Blick aus Kinderaugen.
Wenn man Phrasen, Relativierungen und lauwarme Statements hört und wenn man sieht, wie sie sich immer wieder bei der Macht anheischig machen, dann ist alles klar.
Ab 1. September gibt es mit Sebastian Schaffer einen Brückenkopf bei VW für ambitionierte Hinterbänkler und Provinzpolitiker aus Hamburg. Die, wenn sie sich wohl verhalten und den Interessen des "weltweit größten Automobilherstellers" nicht im Weg stehen, eine lukrative, rosige berufliche Zukunft haben.


Links:




28.6.`19

Hamburger Modell 2


Die Taxi-Times berichtet über die Maßnahmen unserer *räupser* geliebten *räupser* Taxibehörde zur Bändigung der Mietwagen-Invasion. Sie wurden auf dieser Veranstaltung von einem Vertreter der Behörde präsentiert.
Vorlage für diese Maßnahmen ist das, was nach einer Initiative aus dem Hamburger Taxigewerbe von der Behörde aufgegriffen und Insidern als Hamburger Modell bekannt ist.

11.6.`19

Drucksache 21/17469


Abgeordente der SPD und Grünen in Hamburg machen einen gemeinsamen Vorstoss zur Regulierung von Moia&Co. Sie haben einen gemeinsamen Antrag an die Bürgerschaft gestellt.
Der Senat wird ersucht:

sich auf Bundesebene und im Bundesrat im Zusammenhang mit der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) für die Schaffung eines Rechtsrahmens zur Zulassung plattformbasierter On-Demand-Mobilitätsdienste einzusetzen mit dem Ziel,

  1. digitale Innovationen in der Mobilität zu fördern und so insbesondere den Einwohnerinnen und Einwohnern von Gebieten mit einer noch ungenügenden Anbindung an den ÖPNV ein schnell verfügbares nachhaltiges Mobilitätsangebot unterbreiten zu können,
  2. faire Wettbewerbsbedingungen zwischen kommunalen und privatwirtschaftlichen Anbietern beziehungsweise von herkömmlichen und neuartigen digitalen Mobilitätsangeboten zu schaffen,
  3. den Beschäftigten aller Mobilitätsanbieter gute Arbeitsbedingungen, angemessene Bezahlung und soziale Absicherung zu gewähren,
  4. die Städte, Kreise und Gemeinden mit einer starken Steuerungsfunktion auszustatten, die ihnen die Entscheidungshoheit über Art und Umfang der Ergänzung bestehender Mobilitätsdienste gibt

Den Download gibts hier:

7.6.`19

Falschmeldungen


Inzwischen hat das Abendblatt seinen Artikel von Gestern ergänzt und weitere Aussagen von Moia abgedruckt.

Aus dem Abendblatt:

Von Moia selbst hieß es, die Unterstellung, systematisch gegen Auflagen zu verstoßen, sei ein „weiterer Versuch von Taxivertretern, uns über Falschmeldungen bewusst zu diskreditieren.

Zur Belohnung für diesen Bullshit gibt es von uns ein Gotcha und zwar aus der Reihe HVV-Extra.
Nachfolgend präsentierter Vertstoß von Moia gegen die Auflagen ist das, was der Moia-Mann mit "Falschmeldungen" meint und also kann dieses Foto eigentlich gar nicht existieren. Gleichwohl gibt es das Bild und wir haben sogar noch mehr davon.
Stay tuned.


Zum Depot »

7.6.`19

Moia antwortet


Auch das Abendblatt berichtet über den Plan von SPD und Grünen Moia zu reglementieren. Bemerkenswert und ein Fall für das BS-O-Meter® sind die Antworten von Moia:

Das Abendblatt zitiert einen Moia Sprecher:

Außerdem sei der Vorwurf, durch Mobilitätsdienste entstehe mehr Verkehr, mit keiner Studie zu belegen.

Doch.
Moia Sprecher gucken bitte hier und hier und hier oder einfach dort. Alle Anderen wissen es ja schon.


Zum Artikel im Abendblatt:

7.6.`19

Verteiler

Heute (inzwischen Gestern) ging eine E-Mail an die Behörde, um sie über die neuesten Verstöße von Moia zu informieren. Hier ein Auszug:

hiermit möchte ich Sie in Kenntnis setzen, dass Moia weiterhin gegen die Auflagen aus der Genehmigung verstößt. Ich habe Sie schon am 27.05.2019 per Mail in Kenntnis gesetzt, dass wir auf unserer Webseite zwölf "Gotchas" gesammelt haben. Die Liste ist jetzt länger geworden und angesichts der Tatsache, dass Moia auf gar nichts Rücksicht nimmt, wird diese Liste wohl endlos fortgesetzt werden müssen.

Adressiert war die Mail an die Herren:

Rieckhof, Aschermann, Huber, Werner

Und in Kopie an:

Herrn Ritter, Herrn Dr. Glitza, Herrn Meyenborg

Ausserdem:

Herr Tschentscher

An dieser Stelle ist vielleicht erwähnenswert, dass der als "einzelner Taxiunternehmer" in der Presse bekannt gewordene

7.6.`19

Was im Busch?

In diesem Zusammenhang ist folgende Meldung bemerkenswert, denn nach fast 2 Monaten Moia in Hamburg sind SPD und Grüne plötzlich erwacht und bereit Vernunft auf die Straße zu bringen. Sie wollen Moia und Consorten reglementieren, denn sie erkennen eine Gefahr für den HVV und das Taxigewerbe. Wie "Die Welt" berichtet, wollen sie einen entsprechenden Antrag im Senat einbringen.

Die Welt zitiert aus dem Antrag

Daher sei es wichtig, mit entsprechenden Regelungen im Personenbeförderungsgesetz zu verhindern, dass sich Verkehre vom ÖPNV auf die Straße verlagerten. Darüber hinaus müsse auch die Wettbewerbsfähigkeit des Taxengewerbes sichergestellt werden.

Ausserdem heisst es:

Die Welt zitiert aus dem Antrag

Auf Bundesebene soll das Personenbeförderungsgesetz ohnehin novelliert werden – SPD und Grüne fordern den Hamburger Senat nun auf, sich im Bundesrat für faire Regeln einzusetzen.


zum Artikel:

6.6.`19

Shit-Störmchen

Der Tweet eines Abgeordneten der SPD in Hamburg erregt gerade eine gewisse Aufmerksamkeit.


Die Mopo berichtet darüber:

29.5.`19

Antwort auf Gotchas

Inzwischen wurde die Behörde über die zahlreichen, hier dokumentierten Verstöße gegen die Auflagen der Genehmigung informiert und hat per E-Mail geantwortet. Darin heisst es:

aus der E-Mail der Behörde:

Die hier bekannt werdenden Fälle, in denen Verstöße … angezeigt werden, werden verfolgt. Betrifft der Vorwurf ausschließlich straßenverkehrsrechtliche Verstöße, werden sie an die Bußgeldstelle des Einwohnerzentralamts abgegeben; Verstöße gegen die Auflagen aus der Genehmigung werden von der Verkehrsgewerbeaufsicht verfolgt. So ist auch mit den von Ihnen mitgeteilten Fällen verfahren worden. Wir haben diese Verfahrensweise inzwischen auch den Vertretern von Moia in einem Gespräch hier in der Dienststelle erläutert, damit dort nicht das Missverständnis entsteht, wir würden den Anzeigen nicht nachgehen.
...
Andererseits bitte ich Sie um Verständnis, dass wir keine Veröffentlichungen, die irgendwo im Internet erscheinen, zum Anlass für die Einleitung der oben beschriebenen Verfahren nehmen können. Sie wissen, wie solche Verfahren ablaufen und wissen auch, wohin Sie sich mit Anzeigen wenden können.

Das ist im Wesentlichen eine Wiederholung des ersten Schreibens der Behörde in dieser Sache, obwohl die zahlreichen, krassen Verstößen, die wir inzwischen dokumentiert haben, nicht nur einen quantitativen, sondern auch einen qualitativen Unterschied machen. Die Behörde gibt sich davon unbeeindruckt und führt das Rührstück "Dienst nach Vorschrift" auf.
Diese Reaktion ist einerseits nicht überraschend, andererseits musste sie aber auch nicht zwingend so ausfallen.
Wie das weitere Vorgehen der Behörde sein wird - wer weiss? Wird sie brav einen Wattebausch nach dem anderen in das Moia-Büro auf der anderen Straßenseite werfen?
Wird sie sich damit zufrieden geben, wenn die Moia-Häuptlinge die Schuld ihren Fahrern geben, während sie gleichzeitig eine neue VH auf einen Fahrradweg, einen Taxistand oder frei nach Schnauze dahin programmieren lassen, wo es ihnen gerade am besten passt?
Angesichts der Erfahrungen der berliner Kollegen mit ihrer eigenen Taxi-Behörde und eingedenk der Aktivitäten der köllner Kollegen wird klar, wohin die Reise gehen wird.

28.5.`19

Sich auf den Rücken legen

Am 6. Juni protestieren die Kollegen in Berlin gegen die Untätigkeit der dortigen Verkehrsbehörde.
Trotz der immer wieder dokumentierten Verstöße von Uber-Fahrzeugen gegen das PBefG bleibt die Berliner Verkehrsbehörde offenbar untätig, denn der Gesetzesbruch von Uber wird weiterhin nicht unterbunden.
Es ist als würde ausgerechnet die grüne Verkehrssenatorin in Berlin sich vor Uber auf den Rücken legen, die Arme hilflos in die Luft werfen und staatliche Souveränität, so wie grüne Integrität einfach fahren lassen.
Um diesem Staatsversagen ein Ende zu machen, haben sich die berliner Kollegen nun zusammen gerottet.


Mehr Informationen gibt es dort:

13.5.`19

Neue Preise

Ab heute ist Moia teuerer geworden. Man kann nicht sagen um wieviel Prozent insgesamt, sondern nur durech Vergleich einzelner Touren, die man zuvor mit Moia zurückgelegt hat. Hier Beispiele aus Selbstversuchen:

    A. Ernst-Horn-Straße nach Alte Wöhr
  1. Moia statt 5 € jetzt 7,82 €
  2. CleverShuttle 8,94 €
  3. Taxi 29,50 €

  4. B. Ernst-Horn-Straße zu den Landungsbrücken
  5. Moia statt 5€ jetzt 6 €
  6. CleverShuttle 6,43 €
  7. Taxi 32,5 €

  8. C. Ernst-Horn-Straße in die Horner Landstraße 41
  9. Moia statt 5€ jetzt 9,14 €
  10. CleverShuttle 10,70 €
  11. Taxi 32,5 €

  12. Gesamtpreis:
  13. Moia 22,96 Brutto oder 19,30 € Netto (25 % des Taxipreises)
  14. CleverShuttle 26,07 Brutto oder 21,90 € Netto (28 % des Taxipreises)
  15. Taxi 82,60 Brutto oder 77,25 € Netto

11.5.`19

Keine gute Idee


Der Börsengang von Uber ist ein Flopp. Eigentlich sollte die Aktie für 45$ über den Tisch gehen, aber erst waren es nur 42$, zur Zeit sind es sogar nur 41$.
Dieses frohe Ereignis bringt plötzlich vieles ans Licht und in die Presse, was die meiste Zeit ignoriert wurde und von Anfang an keine gute Idee war.
Zum Beispiel erinnert man sich bei SPON daran, dass die Klage eines einzelnen Taxiunternehmers aus Berlin, dem Kollegen Richard Leipold (👍), dazu führte, dass Uber-Black vom BGH verboten wurde.
Dass Fahrdienstleister wie Uber, Clevershuttle, Moia und Consorten mehr Verkehr verursachen und nicht weniger, sagen wir hier schon seit über einem Jahr, aber jetzt ist das nicht nur beim Spiegel angekommen, der tatsächlich auch die richtige Studie von Schaller Consulting zitiert, die es hier seit letztem Oktober gibt (nochmals heissen Dank an die Berliner Kollegen, die sie übersetzt haben!)
Und weil diese Erkenntnis auch in der Politik angekommen ist, fragt man sich, ob diese Moia-PR


oder diese Clevershuttle-PR



wirklich so eine gute Idee war.
Dass Uber 5,5 Milliarden Dollar Verlust gemacht hat, wirft indirekt auch die Frage auf, wie Moia und Clevershuttle das Kunststück der Eigenwirtschaftlich vollbringen wollen, wenn es Uber schon nicht geschafft hat.
Clevershuttle versucht mit dieser Annonce Subunternehmer anzuwerben, aber ob dieses Schnäppchen wirklich ein guter Deal ist?

Für die Gründer von Clevershuttle hat es sich bestimmt schon gelohnt. Sie haben ihren Laden an die Deutsche Bahn verkauft, sodass die Verluste aus ihrem Dumping-Geschäft am Ende der Steuerzahler löhnt.

Quelle: Clevershuttle

Am Ende wird sich rausstellen, dass Taxis schlicht und einfach die beste aller Ideen sind.

30.4.`19

Stuggi stoppt CS

Stuttgarter Zeitung

Der Mietwagen-Anbieter der Bahn scheitert mit dem Antrag auf einen Betrieb mit 100 Fahrzeugen. Die Stadt sieht darin eine Gefahr für den ÖPNV und das Taxigewerbe.

Den ganzen Artikel gibt es dort:



Zu dieser Entscheidung in Stuttgart erklärt unser Anwalt, Klaus Füsser:

Klaus Füsser

Dass man über die verkehrspolitische Richtigkeit und Rechtmäßigkeit des Moia-Vorstoßes bzw. dem Aufblühen von Ride-Sharing-Diensten geteilter Meinung sein kann, zeigen neben der Entscheidung in Stuttgart auch die aus Berlin, wo jüngst Anträge auf Einführung und/oder Ausweitung von RideSharing-Diensten – sei es „CleverShuttle“, „Moia“ oder ähnliches – abgelehnt worden sind.

Füßer wettet, dass man sich nun auch anderswo bei den zuständigen Genehmigungsbehörden die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Hamburg ganz genau anschauen wird und ahnt insofern für den weiteren Markzutritt von Moia nichts Gutes. Er kann insofern durchaus nachvollziehen, dass Moia und ihre Anwälte das in Hamburg Geschehene auch schon aus strategischen Gründen auf keinen Fall so stehen lassen wollen.

26.4.`19

Bullshit und Zahlen, Zeichen und Wunder

Die Mopo titelt in der Nachtausgabe auf Heute:

Floppt der Moia Fahrdienst?

Update:

Jetzt auch online

Die Mopo teilt zuerst die Beobachtung vieler Kollegen, dass die Moia Fahrzeuge meistens leer durch die Stadt fahren und dann kommts.
Die Journalisten bringen Qualitätsjournalismus zum Einsatz und rechnen die Zahlen nach, mit denen die Moia-PR die Jubelmeldungen über den angeblich großen Erfolg ihres Starts unterfüttert hatte. Die Mopo kommt dann zu dem Ergebnis, dass bei insgesamt 15000 Bestellungen in 10 Tagen und 100 Moias, die aktuell im Einsatz sind, sich die Summe von 62,5 Bestellungen pro Stunde ergibt, was nicht mal 1 Bestellung pro Moia/Stunde ist.
Und das bei einem Lock-Angebot von 5€ pro Fahrt.
Nennt man das einen Erfolg?
Auch Kollegen hatten die gleiche Berechnungen wie die der Mopo angestellt und fragten sich, wie das mit Moias Behauptung harmoniert, die Buchungsanfragen wären um ein viiieeelfaches höher gewesen und ach, wenn sie nur 500 Autos gehabt hätten - dann erst hätten sie auch alle Buchungen bedienen können.
Auf Moia Website heisst es:

Wir hatten in den ersten Tagen nicht mit einer so großen Nachfrage gerechnet und unsere Flotte ist an vielen Stellen schlichtweg noch zu klein, um alle Fahrtanfragen sinnvoll bedienen zu können.

Moia Blog


Von Apple lernen heisst siegen lernen

Das müssen sich auch die Moia-Manager gedacht haben, denn Verknappung beim Start eines neuen Produkt herzustellen ist einer der Marketing-Tricks, mit denen Apple seit dem Start seines iPhones im Jahr 2007 den Rummel und die tatsächliche Nachfrage gesteigert hatte. War es beim ersten iPhone noch verständlich nur eine begrenzte Stückzahl zu produzieren, um bei einen möglichen Flop die Verluste überschaubar zu halten, so gehören seit damals Meldungen über Lieferschwierigkeiten wegen zu großer Nachfrage zum üblichen Launch eines neues iPhone-Modells. Jedenfalls bis vor kurzem.


Virtuelle Verknappung

Möglicherweise hielten es die Moia-Manager für eine gute Marketing-Idee, eine virtuelle Verknappung herzustellen, um den "Buzz", den Rummel, das "Excitement" des Publikums zu steigern und gleichzeitig die Aura des Erfolgs vom Start weg für die Kunden dadurch am eigenen Leib erfahrbar zu machen, wenn sie nicht bedient werden mit dem Hinweis "Sorry, Ausgebucht". Die erwünschte Reaktion darauf wäre dann, dass die Leute darüber reden und nun erst recht mit einem Moia fahren wollen, weil ja offenbar ganz Hamburg mit einem Moia fahren will.


Software Probleme

Angesprochen auf den Widerspruch zwischen leeren Moias und Buchungsabsagen, werden Aussagen von Moia Fahrern berichtet, man habe "Software-Probleme". Natürlich wäre das möglich. Beim Start eines neuen softwaregestützen Dienstes kann es zu solchen Problemen kommen. Aber erklären "Software Probleme" eine solch unplausible Kombi aus Bullshit und Zahlen?
Der Reaktion Moias auf den Mopo-Artikel kann man gespannt entgegensehen und wir wagen hier die Prognose, dass die Rabatt-Aktion verschärft und verlängert wird. Vielleicht fährt Moia demnächst umsonst oder legt noch ein Werbegeschenk oben drauf und nennt es in angesagtem Start-Up-Slang "swag".
Vielleicht einen Apfel?


PS: Gestern wurde noch auf dieser Seite über Qualitätsjournalismus gelästert und Heute kommt die Mopo damit raus. Es geschehen noch Zeichen und Wunder

14.4.`19

Die normative Kraft der wirtschaftlichen Vernunft


Alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will!


Dieser schöne Satz aus der Arbeiterbewegung wurde an diesem Wochenende in Hamburg Wirklichkeit.
Was ist passiert?
Die neuste Werbeaktion von MyTaxi verspricht den Kunden einen stark reduzierten Festpreis, wenn sie bei MyTaxi eine "Match-Tour" bestellen. 62 Unternehmer mit insgesamt 300 Taxen hatten unterschrieben, sodass MT dafür einen Privat-Tarif bei der Behörde genehmigt bekommen hat.
Unglaublich, aber wahr.
Am letzten Freitag gings es los.

Das Ergebnis:

Ein Bestell-Feuerwerk bei MyTaxi. Ein Kollege berichtet, er kam in 6 Stunden auf 312 Tourenangebote. Alles Match-Touren zum Dumping-Preis.

Das Problem:

Bei Match-Touren handelt es sich überwiegend nicht um echte Fahrgemeinschaften, sondern in der Regel um Einzelbesteller, die vom Rabatt profitieren und alleine fahren wollen. Denn wenn kein Match zustande kommt, verspricht MyTaxi - genehmigt durch die Hamburger Verkehrsbehörde - dass der Dumping-Preis auch dem allein fahrenden Kunden zugute kommt.


Die normative Kraft des Faktischen

Für die Taxifahrer bedeutet das einen Umsatzverlust von bis zu 50%. Jepp - gleiche Arbeit, halbes Geld.
Ok, jetzt alle mal raten, was passiert ist!


Wirtschaftliche Vernunft

Ja, genau - die Kutscher haben diese Touren nicht angenommen. Und zwar einzig und allein aus wirtschaflticher Vernunft.
Nicht weil sie schlichte Gemüter sind, unfreundlich, Ausländer, sich nicht auskennen, Umwege fahren, zu schnell fahren, schmutzige Autos haben, ungewaschen sind, unfreundlich, miesepeterig, maulfaul und weil sie das Radio nicht anmachen wollen. Oder was Taxifahrern sonst noch alles vorgeworfen wird.
Nein, die Taxifahrer wissen, was eine Pooling-Quote ist und sie wissen auch, ab welchem Quotienten die Sache wirtschaftlich "darstellbar" ist.
Ihre Antwort auf das vollmundige Verspechen von MyTaxi, dass durch den Dumping-Turbo die Schwerkraft der wirtschaftlichen Vernunft überwunden werden kann, war deshalb schlicht "Nö".
Ein gewisser Taxiunternehmer und Betreiber dieser Website hatte den Selbstversuch gewagt und sich privat ein MyTaxi-Match bestellt, um mit Freunden Feiern zu gehen. Er wurde nicht bedient. Auch für den Rückweg ein paar Stunden später, ist es ihm nicht gelungen, eine Match-Tour bei MyTaxi zu bekommen. Stattdessen fuhr er beide Male nicht mit MyTaxi, sondern zum regulären Preis und traf auf Kollegen, die den ganzen Abend mit diesen Dumping-Touren bombardiert worden waren und kein gutes Haar an dem MyTaxi-Match-Zirkus liessen.
In den Chats und Foren berichten Kollegen von dem Angebots-Feuerwerk und dass sie es einfach links liegen liessen. Alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will.


Die Kaninchen



Die Motivation von MyTaxi für diesen Sondertarif war natürlich dem angekündigten Start von Moia etwas entgegen zu setzen. Und was könnte es anderes sein, als ein Dumping-Tarif?
Der ganze Sharing-, Pooling- und Hailing-Zirkus wird schließlich nicht wegen der Umwelt aufgeführt, sondern es ist ein Preis-Krieg. Hier geht es darum, breite Kundenschichten über einen Kampf-Preis zu gewinnen, dessen Verluste der Kunde später zurück zahlen soll.
Da Moia & Co. sich nicht an den Taxitarif halten müssen, sah MyTaxi die Notwendigkeit, diesen Taxitarif, dem sie selbst unterliegen, zu unterlaufen verändern.
Wir befinden uns also in einem Versuchslabor, in dem konkurierende Konzerne ihre Preis- und Propaganda-Waffen testen.
Wir sind die Kaninchen.


Billiger als Taxi

Als Klein- und mittelständische Unternehmer sind Taxifahrer keine "Player". Wir können nicht zocken, wir müssen unsere Rechnungen pünktlich zahlen, nicht erst in einer fernen Zukunft, in der es angeblich kein Eigentum mehr gibt, sondern alles getreilt wird, was der Industrie gehört. Und - diese Zukunft wird es vermutlich auch nie geben.
Deswegen und weil wir keine Konzerne oder den Staat im Hintergrund haben, der uns unsere Verluste ersetzt, bis der Markt usurpiert ist, sagt uns unsere wirtschaftliche Vernunft, was geht und was nicht.
Billiger als Taxi geht nur mit dem Bus, dem Fahrrad, der Bahn.
Nicht mit einem Fahrdienst à la Moia, Clevershuttle, Uber & Co.


Der Beweis

Das letzte Wochenende war der Beweis.
Die 62 Unternehmer, die bei MyTaxi für den Sondertarif unterschrieben haben, haben jetzt die Gelegenheit mit dem Taschenrechner ihre Hausaufgaben zu machen und ihre Entscheidung nochmal zu überprüfen.

12.4.`19

Gewonnen: Aufschiebende Wirkung

Das Verwaltungsgericht, Kammer 5 hat Heute die aufschiebende Wirkung der Klage festgestellt. Zur Zeit (Fr. 12.4. | 18:57Uhr) wissen wir noch keine Einzelheiten.

Scheuer zeigt BZP…

26.3.`19

Nach einem "positiven, persönlichen" Gespräch mit der BZP-Spitze will Verkehrtminister Scheuer an seinem Entwurf zur Liberalisierung des PBefG festhalten. Er bezeichnete sein Eckpunktepapier als Diskussionsgrundlage zur einer Meinungsbildung innerhalb der Koalitionsfraktion und erklärte im Gespräch bleiben zu wollen. Er zeigt damit dem BZP und dem gesamten Taxigewerbe vorerst den…

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Die Taxitimes berichtet genauer und zitiert aus dem Wortlaut einer E-Mail. Man beachte dabei bitte die indirekten Hinweise auf die Möglichkeit zur Einflussnahme über eine andere Partei als die CSU.

17.3.`19

Tagesspiegel: Entmachtung von Scheuer


Der Tagesspiegel berichtet aus dem Backstage-Bereich der Regierung und spricht von einer Teilentmachtung des Verkehrtministers. Offenbar wollen die Kanzlerin und die SPD das Thema "Klima" für sich nutzen um damit zu punkten. Weshalb sie offnbar jetzt versuchen alles, was mit "Klima" zu tun hat, zu dominieren und selbst zu gestalten und es nicht mehr den zuständigen Ministerien überlassen, hier Umwelt- und Verkehrsministerium.
Dazu gehört auch das Unterthema "Mobilität".
Und da haben wir es. Sollte die SPD in der Regierung die Lufthoheit über das Thema "Mobilität" bekommen, wäre es vorstellbar, dass eine Liberalisierung des PBefG anders oder gar nicht stattfindet.
Aber:
Was unter diesen Umständen aus der geplanten Liberalisierung des PBefG wird, weiß man nicht. Möglich, dass die liberale, konzernfreundliche Linie Scheuers beibehalten wird. Möglich ist auch, dass es dabei Verzögerungen gibt oder gar eine andere Ausrichtung.
Und:
Ob die SPD in den letzten 20 Jahren ein verlässlicher Partner für diejenigen gewesen ist, die auf sie angewiesen sind und ob man daraus Hoffnung für sich selbst ableiten kann, muss jeder für sich selbst beantworten.

15.3.`19

Mopo kennt Zukunft

Auch die Mopo berichtet über die Ankündigung von Moia und schreibt:

Ab dem 15. April rollen die elektrischen VW-Sammeltaxis durch Hamburg ... allen Protesten und Klagen hiesiger Taxi-Unternehmer zum Trotz.


Der Mopo-Reporter kennt also das Ergebnis des Richterspruchs schon vor der Verhandlung? Welchen Kaffeesatz liesst er, dass er die Zukunft kennt?
Natürlich ist das nur eine unbedachte Überschrift einer billigen Boulevardzeitung, aber man erkennt daran, dass die Vorstellung, ein Gericht könnte tatsächlich einen Konzern stoppen, einfach undenkbar ist… .

14.3.`19

Moia Start jetzt für 15. April angekündigt

Natürlich starten sie zuerst eine Dumping Aktion über Gutscheine für Freifahrten. Die Fa. MyTaxi war der erste Fahrtenvermittler, der sich über massives Dumping einen Markt erkauft hat. Moia folgt diesem Beispiel, was abzusehen war, womit nun die Spirale des Todes begonnen hat.
Darüberhinaus hat die Fa. MyTaxi kürzlich versucht Taxifahrer in München mit Bargeld zu belohnen, damit sie nicht an einer Demonstration gegen die Liberalisierung des PBFeG teilnehmen.
Nach dem Motto: Einigkeit und Recht und Freiheit - har har.

21.2.`19

BZP-Demo (mit Scheuer)


Heute fand die Kundgebung des BZP vor dem Verkehrsministerium in Berlin statt. Überraschungsgast war der Verkehrsminister, der spontan kam und eine Rede hielt.
Er verteidigte das Eckpunktepapier, sprach u.A. von "Winker und Einsteiger-Bereichen", die dem Taxi exklusiv vorbehalten werden sollten als Ausgleich für die geplanten Liberalisierungen.
Während also die Ubers also mit modernster App-Vermittlung und Dumpingpreisen wildern können dürfen, dürfen die Taxler zum Ausgleich am Posten stehen, wie bisher.
Die vorerst vielleicht wichtigste Aussage des Ministers war jedoch, dass noch nichts beschlossen ist, dass noch nichts im "parlamentarischem Verfahren" sei und "rein politisch" diskutiert wird. Zu diesen Gesprächen mit den Parteien sei das Taxigewerbe durch seine Verbände nach seiner Kenntnis auch eingeladen.


Video bei Facebook


Bericht Taxitimes

19.2.`19

BZP


Der BZP ruft zu einer Demo auf. Übermorgen, 21.1. in Berlin.

18.2.`19

Keine Rückkehrpflicht für Mietwagen

Verkehrsminister Scheuer will die Rückkehrpflicht für Mietwagen aufheben.

Handelsblatt.com


zeit.de


Spon.de


Wir alle wissen, was das bedeutet, oder?
Für alle, denen das nicht klar ist: Dadurch kann jeder Uber, Volks- oder Schlauuber wie ein Taxi agieren und zum Beispiel vor den Hotspots im Kreis fahren, um einen Auftrag zu bekommen. Zum Beispiel auf der Schleife vorm Flughafen, um den Hauptbahnhof oder Nachts vor den Discos. Dies ist in Berlin längst Alltag und nun soll es Gesetz werden.
Scheuer will offenbar auch Regulierungen für die Volksuber schaffen, aber welche das sind oder wie ernst gemeint diese sind, das wissen wir noch nicht.
Es stellt sich die Frage, ob das Taxigewerbe jetzt etwas unternimmt, um sich selbst zu retten.

Oder nicht?

13.2.`19

Sosumi

Bange machen gilt nicht!


Per E-Mail forderte uns Heute ein Anwalt der Fa. Clevershuttle auf, bestimmte Passagen aus dem Text von Gestern, mit Frist bis Donnerstag 14.2.`19, 24:00 Uhr, zu ändern, denn er enthalte "Falschaussagen".
Dies ist schon das zweite Mal, dass Clevershuttle mit so einer Aufforderung an uns heran tritt und wir finden, das sollten jetzt auch alle wissen.


Der Countdown läuft.


Zum Artikel »

28.1.`19

Moia in Berlin gestoppt!

Moias "globale Ambitionen" bekommen einen Dämpfer in Berlin. Die dortige Verkehrssenatorin der Grünen verweigert Moia die Genehmigung. Es gäbe bereits 2 Ausnahmegenehmigungen für Berlkönig und Clevershuttle und eine weitere Ausnahme wäre "kontraproduktiv". Aus dem Tagesspiegel berichtet und zitiert:

Zudem widersprächen öffentliche Verkehrsinteressen dem Wunsch von Moia. Im Umweltverbund der Hauptstadt habe der ökologisch besonders nachhaltige Bahn-, Bus-, Rad- und Fußverkehr Vorrang. Ziel sei es, dort das Verkehrsaufkommen zu steigern. „Ride-Pooling“ sei zwar nicht ausgeschlossen, dürfe aber nicht zu einer Zunahme des Kfz-Verkehrs führen. Das Konzept von Moia, mit 1000 Kleinbussen und einem flexiblen Tarifsystem Beförderung anzubieten, stehe dem „eindeutig entgegen“.

Wir bleiben dran.


PS:
Es gibt diese hamburger Geschichte von den 2 Ameisen, die sowas ähnliches wie "globale Ambitionen hatten". Sie machten sich auf nach Amerika, aber in Altona taten ihnen schon die Füße weh.


PPS:
Vielen Dank an Yps und die Kollegen aus Berlin, die so freundlich waren, uns diese gute Nachricht zu überbringen!

20.12.`18

Scheuer dementiert

tv-news

Kürzlich berichteten verschiedene Medien, Verkehrsminister Scheuer wolle Uber bis spätestens 2021 genehmigen.


Tagesschau.de


ZDF.de


Zeit.de


FAZ.net


Die Taxi-Times berichtet nun, dass Scheuer in einem Gespräch mit dem BZP klargestellt habe, die Medien hätten seine Aussage falsch ausgelegt. Scheuer erklärte demnach:

…dass er keinesfalls die von der Presse kolportierte Aussage, er wolle Uber zulassen, so getätigt habe. Seine Aussage habe vielmehr gelautet, dass er sich neuen Anbietern nicht in den Weg stellen werde, sofern sie intelligente Konzepte für die kommende Mobilität vorlegen können.
Quelle: taxi-times.de

Das klingt schon anders, als was die Qualitätsmedien daraus gemacht hatten und wenn man seine Aussage genauer gelesen hatte, konnte man das auch gleich erkennen.
Ausserdem sollte man einen Zusatz beachten, der sich in vielen Aussagen des Verkerhsministers zu diesem Thema findet, nämlich "der ländliche Raum". Immer wieder betont Scheuer Versorgungslücken der Mobilität in Gebieten, abseits der Ballungszentren und Innenstädte.
Dass es in diesen Gebieten Versorgungslücken mit Mobilität gibt, kann man nicht bestreiten. Wer in Kirchenbirkig wohnt und die Oma in Kleinkirchenbirkig abholen muss, weil er mit ihr in den Biergarten nach Weidmannsgesees will, der hat ein Problem, bei dem neue Mobilitätsdienste gut behilflich sein könnten.

14.12.`18

David schlägt Goliath


David

Der BGH stellt klar: Wenn im Gesetz steht, dass Mietwagen zum Betriebssitz zurück kehren müssen, dann bedeutet das, dass Mietwagen wirklich zum Betriebssitz zurück kehren müssen. Deswegen darf Uber Black den Betrieb in Deutschland nicht wieder aufnehmen. Dies hat der Bundesgerichtshof nun in letzter Instanz entschieden.
Gewinner dieses Rechtsstreits ist Richard Leipold, Taxiunternehmer aus Berlin, dem vermutlich die ganze deutsche Taxibranche Dank schuldet. Guter Mann. Vielleicht sollte man in Berlin einen Posten nach ihm benennen, oder wie man in Berlin zu sagen scheint, eine "Halte".

Das Urteil des BGH bedeutet auch, dass das Taxigewerbe einen besonderen Schutz geniesst, Stichwort "Öffentliche Verkehrsinteressen". Denn warum sollte der BGH und alle Gerichte vor ihm, auf die Rückkehrpflicht bestehen und darauf, dass Aufträge für Mietwagen am Betriebssitz eingehen müssen und nicht im Fahrzeug?
Uber macht derzeit erfolgreich einen Trick und schickt den Auftrag 30 Sekunden vor der Vermittlung per Mail an den Sub-Unternehmer. Bisher lässt sich die deutsche Justiz, also quasi per E-Mail, an der Nase durch die Manege ziehen, aber ob dieses Vorgehen Zukunft hat, wird sich zeigen.
Wenn in Berlin die Uber-Fahrer, gut erkennbar an ihren auswärtigen Nummernschildern, in der Stadt rumhängen, graupen oder sich illegal bereit stellen, dann kann auch die Justiz in Berlin die ihr zahlreich vorliegenden Anzeigen gegen Verstöße gegen die Rückkehrpflicht, nicht länger frech ignorieren, denn sonst landet sie noch selbst vor dem BGH.
Und natürlich gilt das Urteil des BGH für alle Mietwagen-Dienste, z.B. auch für Clevershuttle. Bei der Frage, ob so etwas wie Moia als "neue Verkehrsart" nun eher dem Taxi oder dem Mietwagen zuzuordnen ist, entsteht hier ausserdem eine nette Zwickmühle.

Hier eine kleine Presseschau zum Thema:


SPON


Zeit


Taxitimes

17.11.`18

44 Milliarden Euro


Spiegel Online meldet, dass VW diese Summe in Zukunftstechnologien inverstieren will. Man beachte das Wort "Mobilitätsdienste"….


Deutschlands größter Autobauer will in den kommenden fünf Jahren insgesamt 44 Milliarden Euro in Elektroautos, autonomes Fahren, Mobilitätsdienste und Digitalisierung investieren. Das teilte VW nach einer Aufsichtsratssitzung in Wolfsburg mit.
Spon.de

Die meinen es richtig ernst.


28.10.`18

Kleine Verschiebung?

In der Online-Ausgabe der Zeitschrift "Spektrum" gibt es eine kleine Kolumne über "Mobilität", in der es aktuell um ein neues Ridesharing-Konzept geht, nur diesmal auf dem Lande. Mit Kleinbussen, natürlich elektrisch und so weiter und so fort. Aber dann steht da plötzlich:

Bei … den Privat-Taxis von Uber oder dem Konkurrenten Moia ist das Gegenteil der Fall. Sie verlagern die Personenbeförderung ins Auto – wenn es schlecht läuft, ziehen sie dem ÖPNV reihenweise Kunden ab. … Das Ergebnis dieses Trends: nicht weniger, sondern mehr Verkehr.

Spektrum


Bemerkenswert daran ist die kleine, aber signifikante Verschiebung der veröffentlichten Meinung. Die Schlussfolgerung, dass Dienste wie Moia das Gegenteil ihres Versprechens bewirken - nämlich mehr, nicht weniger Autoverkehr - taucht hier so selbstverständlich und beiläufig auf, wie es sonst nur bei Einsichten der Fall ist, die erst nach breiter Diskussion Konsens werden.
Es wirkt, als wäre ein Zwischenschritt übersprungen worden. Normalerweise wird erst die Öffentlichkeit durch PR eingeseift, dann wird etwas beschlossen und Realität, dann kommen Kritiker zu Wort und erst, wenn es zu spät ist, sind sich alle einig, dass die Sache ein Fehler war. Die Privatisierung der HEW zu Beispiel oder den Verkauf der Krankenhäuser oder die Sommerzeit.
Wenn also in einer eher unpolitischen Publikation die wissenschaftliche Themen bearbeitet, eine Schlussfolgerung als Konsens auftaucht, dann ist das zwar nur eine kleine Verschiebung, abervielleichteinesignifikante.
Möglich also, dass die Moia-PR nicht so gut gelaufen ist, wie es scheint.

17.10.`18

Yvonne, Martin, Theo, Rüdiger und die Anderen


In Berlin hat sich eine Gruppe Kollegen zusammengeschlossen, um durch Information und Aufklärung, den schönen Heilsversprechungen der Kornzerne und der Politik, etwas Wirklichkeit entgegen setzen.
Gerade ist ihre Website fertig geworden, auf der sie bereits einiges Material veröffentlichen. Es lohnt sich:


Jetzt auch auf Deutsch!

4 von ihnen haben sich die Mühe gemacht, einige der Studien, die in den USA zum Thema "Uber&Co" erschienen sind, ins Deutsche zu übersetzen.
Die 4 sind Yvonne Schleicher, Martin Laube, Theo Dolit-Nivellier und Rüdiger Flesch.
Sie schreiben:

Es handelt sich um vier bemerkenswerte amerikanische Studien, die belegen, welchen Weg die vielbeschworene moderne, urbane Mobilität einschlagen wird, sollten die personenbeförderungsrechtlichen Vorschriften, so wie es in Teilen der USA bereits geschehen ist, auch bei uns an die Wünsche bestimmter Großkonzerne angepasst werden.


Sie rufen uns alle auf dieses Material zu nutzen, es zu veröffentlichen, weiterzuleiten und bekannt zu machen.
Sie fordern insbesondere unsere Gewerbevertreter auf, das Material an politische Kontakte, MdBs und Journalisten zu verschicken und auf ihren eigenen Internetseiten zu veröffentlichen.
Bei uns werden die Studien hier kurz vorgestellt und können heruntergeladen oder verlinkt werden.


Mehr »

16.10.`18

Moia Fahrer unzufrieden

Fahrer von Moia in Hannover klagen über ihre Arbeitsbedingungen. Offenbar ist der "sichere und unbefristete Arbeitsplatz" bei Moia kein Zuckerschlecken. Wer sich in Hannover entschieden hat "die (Mobilitäts-)Bewegung anzuführen" und als "Driver" bei Moia angeheuert hat, bekommt die Wirklichkeit zu spüren, wie es ist, bei einem Unternehmen zu arbeiten, dass sich selbst als "hip" bezeichnet.
Interessant ist, dass Moia Fahrzeuge nicht stehen dürfen, sondern permanent fahren sollen, auch wenn sie leer sind. Hallo Umwelt? Hallo Verkehr? Wie war das noch?

Ausserdem erfährt man, dass die Nachfrage eingebrochen ist, seit Moia nicht mehr 6 Cent pro Kilometer nimmt, sondern "Surge Pricing" macht.

Zum Artikel:

Download:

12.9.`18

Klage gegen Clevershuttle

von Ivica Krijan

Heute habe ich Klage gegen die Genehmigung von Clevershuttle eingereicht.
Es gibt zwar leichte konzeptionelle Unterschiede zwischen Moia und Clevershuttle, aber beide verstoßen gegen das PBfG, die öffentlichen Verkehrsinteressen, sind schädlich für den ÖPNV und für uns.
Es gibt daher keinen Grund, nichts gegen Clevershuttle zu unternehmen. Um so verwunderlicher, dassbisher niemand etwas unternommen hat.
Widerspruch gegen die Genehmigung von Clevershuttle hatte ich bereits am 9.3.`18 eingelegt, worauf Behörde bis Juni nicht reagierte. Deshalb jetzt der Schritt passende Klage beim Verwaltungsgericht Hamburg einzureichen.
Aber dieser Prozess ist anders. In dieser Sache kann zunächst ohne Anwalt und somit auch ohne Anwaltskosten vorgegangen werden, die möglichen Gerichtskosten würden sich auf ca. 500€ belaufen. Diesen Betrag würde ich aus der eigenen Tasche finanzieren und nicht aus den bereits eingegangenen Spendengeldern. Wer mich jedoch dabei unterstützen will, kann dies gern mit dem Zusatz "Clevershuttle" beim Verwendungszweck, über das bekannte Konto tun.
Im Gegensatz zu Moia ist Clevershuttle bereits aktiv und so mancher Kollege dürfte die Wagen auf der Straße schon im Einsatz gesehen haben. Anfangs fuhren sie leer herum, aber mittlerweile sieht man sie auch in besetztem Zustand. In der Regel mit nur einem Fahrgast oder mit Gruppen der Klasse "Kieztour". Auch hier ist eine "neue" Verkehrsart nicht zu erkennen, nichts das der ÖPNV nicht bereits bietet. Es ist das Ridesharing per App, was Taxigewerbe über die bekannten zwei Apps bereits anbietet. Allerdings zu einem echten Preis, nicht per Dumping.
Anbei die Klageschrift zum Download.


7.9.`18

Clevershuttle an Bahn verkauft.

Die Gründer des Start-Ups Clevershuttle haben ihre Anteile an die Deutsche Bahn verkauft. Mehr dazu wissen
TaxiTimes:

Und Gründerszene:

9.8.`18

Plausibilitätsprüfung in New York

Die Taxitimes hatte es kürzlich schon gemeldet, jetzt auch die Süddeutsche Zeitung und der Spiegel:
Wegen der Staus, die Ridespooling verursacht, werden Uber und Lyft in New York jetzt reglementiert. Sie müssen u.A. das Verhältnis zwischen Besetzt- und Leerkilometern nachweisen und einen Mindestlohn zahlen. Im Grunde ist das eine Plausibilitätsprüfung, wie sie z.B. die hamburger Taxibehörde durchführt.
Immer wieder hören wir von Moia, aber auch von Politikern oder sogar Wissenschaftlern, das Argument, Studien hätten ergeben, Ridepooling würde den Verkehr entlasten und die Umwelt schonen.
Die New Yorker Realität wiederlegt diese Behauptungen jetzt und belegt, dass diese Studien, die man auch nie zu sehen bekam, aus der Lyft gegriffen waren.
Diese Studie einer amerikanischen Verkehrswissenschaftlerin des U.C. Davis Institute of Transportation Studies, ist echt:

23.7.`18

Mönchs Evangelium

Alexander Mönch, "General Manager" bei MyTaxi, schreibt in einen Artikel bei Focus über die Zukunft des Taxigewerbes und stellt dabei 7 Thesen auf.
Und weil Mönch ebenfalls Evangelist des Innenstädte-Umwelt-Sharing-Glaubens ist, sind seine Weisheiten erstmal langweilig. Aber während man bei der Lektüre seines Textes gerade am einnicken ist, sind da so kleine Gedanken-Explosionen eingestreut, die einen schlagartig wach machen.
Hier die Highlights:

Ein attraktives Angebot muss sich seine Nachfrage schaffen.
Alexander Mönch, MyTaxi

Das klingt erstmal selbstbewusst und cool, so richtig BWL, aber - ist das nicht eigentlich Blödsinn?
Wenn ein Angebot attraktiv ist, dann sorgt diese Anziehungskraft automatisch für Nachfrage und muss nicht erst "geschaffen" werden.
Leute wie Mönch kommen ja immer gern mit dem iPhone/ Nokia-Vergleich. Als das iPhone 2007 vorgestellt wurde, war der Preis damals schon unverschämt hoch und ganz ohne eine Nachfrage zu "schaffen", standen die Leute Schlaaaaaange, um es zu bekommen.
Was also meint Mönch mit "sich eine Nachfrage schaffen"?
Gewisse verkaufsfördernde Maßnahmen? Dubiose Rabatte vielleicht? Nachfrage durch Doping und Dumping?

Politik sollte Rahmenbedingungen schaffen, bei denen der Mietwagen mit Shared Mobility Konzepten und Taxi fair nebeneinander existieren können.
In der heutigen digitalen Welt kämpfen diese Verkehrsarten nun gegeneinander ... allerdings unter völlig ungleichen Wettbewerbsbedingungen.
Alexander Mönch, MyTaxi

Unfaire Rahmenbedingungen und Wettbewerbsverzerrungen sind also überhaupt nicht Mönchs Ding. MyTaxis dubiose Rabatte, die durch das grenzenlose Vermögen der Daimler Benz AG ausgeglichen werden, sind also fairer Wettbewerb gegenüber Taxi-Zentralen, die ohne Mutterkonzern auskommen und trotzdem Funker/innen bezahlen.
Cool.


Das Taxigewerbe sollte die Möglichkeit erhalten, für bargeldlose, vermittelte Touren innerhalb eines gesteckten Rahmens von der Tarifpflicht abzuweichen. Nach oben, etwa für Premiumservices oder Fixpreise, oder nach unten zur Erschließung eines jungen und preissensitiven Publikums.
Alexander Mönch, MyTaxi

Ok, bitte Hand heben, wer nicht "preissensitiv" ist!
Ah ja, danke. Der Milliardär da hinten in der letzten Reihe überweist bitte eine großzügige Spende auf unser Konto!
Es gibt praktisch niemanden der nicht "preissensitiv" ist und es gibt praktisch keinen Bereich, für den man nicht niedrigere Preise fordern könnte. Für Champagner zum Beispiel, handgenähte Schuhe oder das neueste, geilste iPhone.
Wer aber mit massiven Rabatten seine Konkurrenz killen will, der argumentiert mit "preissensitiven Menschen" und wer noch nie für umme einer Oma den Einkauf in den 5ten Stock oder das Gepäck einer 20-Jährigen aus dem gleichen Stockwerk ins Taxi getragen hat, der argumentiert mit "Premiumservices".
Und hier will sich auch niemand ein gutes Geschäft erlabern, der zufällig "bargeldlose, vermittelte Touren" anbietet. Nööö, niemals… .

18.7.`18

Mini Moia Ioki

Heute hatte "Ioki" in Hamburg seinen Start, oder besser "ioki", wie man - unter Vermeidung deutscher Rechtschreibung - dieses Dienstleistungs-Produkt genannt hat. ioki ist ein Shuttle Service, ähnlich wie unser alter Feind Moia, jedoch im quasi staatlichen Auftrag und auch nur zwischen Haustür und Bahnhof. Es ist ähnlich wie bei Moia auch nur ein Testbetrieb und deshalb nur in den Stadtteilen Osdorf und Lurup verfügbar.
Interessant sind die verwendeten Fahrzeuge. Es handelt sich um neue Modelle der Londoner Taxis, sogar mit "Ra(n)ge Extender".
"Range Extention" bedeutet die Erweiterung der Reichweite - hier bei einem Elektrofahrzeug - durch technische Raffinesse bei der Antriebstechnik von Elektrofahrzeugen. Es ist aber auch ein Marketingbegriff, der aus ökomischen Gründen verwendet wird, um die Technik besser verkaufen zu können.

Vgl. "Zeit des Erwachsenen" von G.Eichberg/ C.Grün, ISBN: 08115, Seite 18, Absatz 7. Zeile 18. Erschienen 2017 im Lebenslagen Verlag, Darmstadt.

Hier die Meldung der Mopo:


11.7.`18

Mehr Autos trotz Carsharing


Das Abendblatt berichtet über eine Studie der Stadt Hamburg, die die Auswirkung von "Cartogo" untersuchte. Ergebnis:
"Cartogo" kannibalisiert nicht den HVV.
Mehr als diese Frage hat die Stadt offenbar auch gar nicht interessiert, denn ob "Cartogo" zu weniger Autoverkehr führt, wurde gar nicht untersucht. Anders als in München, wo eine vergleichbare Studie diese Frage gestellt hat. Das Abendblatt schreibt:

In München hätte sich gezeigt, dass Nutzer von Car2go jährlich sogar mehr Kilometer mit dem Auto führen als die Münchner im Durchschnitt.

Gleichzeitig, so das Abendblatt weiter, würde die Zahl der Neuzulassungen von PKW in Hamburg ungebremst ansteigen. Ergo - mehr Verkehr trotz Carsharing.
Als Hauptnutzer von "Cartogo" wurden

jüngere Männer mit guter Ausbildung, Vollzeitbeschäftigung und überdurchschnittlichem Einkommen

identifiziert.
Coole Typen mit Kohle.
Wer zu den Sitzungen des Verkehrsausschusses gegangen ist, dem dürfte Heike Sudmann (DieLinke) bekannt sein. Sie stellte auch in dieser Sache dem Senat kritische Fragen und wird vom Abendblatt abschließend zitiert.
Den Artikel gibt es dort…


27.6.`18

Moia in Hannover genehmigt


Nachdem Moia in Hannover vorerst gestoppt worden war, wurde es jetzt genehmigt. Eine Zentrale leistet weiter tapfer Widerstand. Die Taxitimes berichtet… .



13.6.`18

Parallelwelt in Wien.


Die Taxitimes berichtet, in Wien habe allein die Ankündigung einer weiteren Taxi-Demo dazu geführt, dass Österreichs Verkehrsminister mit der Ankündigung einer Gesetzesänderung reagiert hat. Und zwar an einem Sonntag. Während gleichzeitig dortige Verbandsvertreter und Zentralensprecher(innen) zu den Demos ihres eigenen Gewerbes eine eher skeptische bis ablehnende Haltung hatten und damit erfolglos blieben.
Die Taxitimes diagnostiziert ergo eine "Parallelwelt" zwischen der Straße und den Gewerbevertretern in Amt und Würden in Wien.


PS:
Sach ma - wie ist das eigentlich bei uns in Hamburg?
*Räusper, räusper*

1.6.`18

Moia in Hannover gestoppt!


Jedenfalls vorerst.



26.4.`18

"Widersprüche, Klagen und Proteste"


Die Taxitimes über die Lage der Dinge.



D-Day


26.4.`18

Moia genehmigt


Moia wurde heute von der Behörde genehmigt. Es gibt einige Auflagen für Moia und einige Begründungen warum die Behörde Moia genehmigt hat.
Das Schreiben der Behörde gibt es über den Dropbox-Link:


21.4.`18

Beratung über Moia



Das Abendblatt berichtet über eine geplante Beratung des Verkehrsausschuss der Hamburger Bürgerschaft über Moia. Die Entscheidung dazu sei zwar am Tag der Demo gefallen, stünde damit aber nicht in Zusammenhang. "Das Thema ist auch abseits des Taxiverkehrs spannend", sagte der Ausschussvorsitzende Ole Thorben Buschhüter (SPD) dem Abendblatt.


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15.4.`18

Hansa gibt 10 Riesen!


Auf einer außerordentlichen Generalversammlung hat Hansa-Taxi heute beschlossen, sich mit einer Spende von 10.000€ an der Klage zu beteiligen.
Darüberhinaus haben die Genossen heute beschlossen, dem Vorstand weitere 280.000€ bereit zu stellen, damit die Hansa-Funktaxi E.G. ihrerseits in die Lage versetzt wird, geeignete Maßnahmen gegen Moia zu ergreifen.

7.4.`18

Der Untergrund

Es brodelt im Untergrund. Teams finden sich zusammen, Ideen kursieren, Vorschläge werden diskutiert. Zum Beispiel, ob der Einsatz von dicken Kanthölzern, Fingerfarben und Bettlaken zur Herstellung von Transparenten, Demo-Schildern und zum Bemalen von Demo-Taxis eine gute Idee wäre.
Eine sehr gute Do-It-Yourself-Anleitung für Demo-Schilder gibt es hier:  

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7.4.`18

Es geht voran!

Es geht voran mit den Vorbereitungen zur Demo. Ein Pritschenwagen mit Lautsprecheranlage ist am Start, Flyer sind fertig zum Druck, eine Presseerklärung ist munitioniert, Ordner und Redner sind bereit.

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2.4.`18

Die Rechnungen sind fertig!

Gerade ist der Osterhase noch mal los, um 140 Rechnungen für den März zu versteck… zu verschicken. 140 x 1000 Dank an alle, die gespendet haben! Eure Belege sind unterwegs.

25.3.`18

MyTaxi schweigt nicht mehr!

Interview mit MyTaxi-Chef Mönch in der ZEIT.

24.3.`18

Demo

Wir bereiten eine Demo vor. Vorraussichtlicher Termin ist der 17 April. Details folgen.
Alle Zentralen und Verbände sind angefragt und aufgefordert worden sich zu beteiligen. Wir warten auf Zusagen bis zum 26.3.`18.

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20.3.`18

20.000€ Marke ist geknackt!

Ein Spenden-Schub von Heute hat die Kriegskasse weiter gefüllt Das Spenden-Volumen ist damit auf 20.000€ angewachsen.
Die Bereitschaft der Kollegen einen Beitrag zu leisten ist überwältigend, aber es ist noch nicht geschafft!

19.3.`18

MUV sagt 5.000€ zu

Der Verband der Taxi-Mehrwagen-Unternehmen e.V. (MUV) hat heute Abend eine Spende in Höhe von 5.000€ zugesichert.
Damit wäre die Kriegskasse mit einem Schlag auf über 16.000€ angewachsen.

15.3.`18

10.000€   11.000€

Die Kriegskasse füllt sich, darunter eine Einzelspende von 750€! Die 10.000€ Marke ist damit geknackt und rund ein Drittel der möglichen Kosten ist im Sack.
1000 Dank an die Kollegen, die schon gespendet haben!

15.3.`18

Hansafunk beschliesst aGV

Der Hansafunk hat eine ausserordentliche Generalversammlung beschlossen, auf der darüber abgestimmt werden soll, ob man gegen Moia aktiv wird.

14.3.`18

Im Fernsehen

Der NDR berichtete Gestern über den Taxi-Streik vom Montag.

Kein schlechter und vor allem fairer Bericht. Bringt die Sache - wenn auch verkürzt - ganz gut rüber. Kurzinterviews mit Clemens Grün und einem gewissen Ivica Krijan….
Der umstrittene "Taxi-Streik" hat also tatsächlich etwas bewirkt, denn mediale Aufmerksamkeit ist wichtig. Die im Vorfeld geäusserte Kritik der Streik habe keinen Adressaten, keine Botschaft und kein Ziel war vielleicht angebracht, aber am Ende entscheidet nur das Ergebnis.
Und das ist gut.

13.3.`18

Himmelfahrts-Kommando

Heute fand die No-Moia-Veranstaltung vom "Team I" mit Anwalt Füßer statt.
Alle waren gespannt, wie er die Lage beurteilt und ob es Unterschiede zum gestrigen Vortrag des Anwalts vom Hansafunk geben würde.

Gleich am Anfang schlug Herr Füßer eine etwas andere Richtung ein. Eine Richtung, bei der ein Ziel erkennbar wurde, nämlich einen möglichen Prozess zu gewinnen.
Sein Vortrag war also weniger ein Überblick über die möglichen juristischen Wenn-und-Abers, sondern beschäftigte sich mehr mit der Frage wie und wo man den juristischen Hebel ansetzen kann.
Auch er war sich bewusst, mit welchem Gegner er es zu tun bekommen würde, aber fast schien es, als würde er sich darauf freuen. Er erklärte, die Spezialität seiner Kanzlei wären "juristische Himmelfahrts-Kommandos", eben Prozesse wie dieser, bei denen das Risiko hoch sei, aber diese Herausforderung würde ihnen "Spaß" machen.
Er zog Vergleiche zu ähnlichen juristischen Fragen, die er in früheren Prozessen für sich entschieden hat und erklärte seine Erfolgsquote läge nicht bei 15% - wie normalerweise bei solchen "Hoch-Risiko-Fällen" - sondern bei etwas über 50.
Am Ende der Veranstaltung erklärte ein Vertreter des Hansafunks, dass eine ausserordentliche GV geplant sei und fühlte unverbindlich vor, ob Herr Füßer dort ggf. zugegen sein könne.
Herr Füßer erklärte sich grundsätzlich dazu bereit.

12.3.`18

Update Konto

Heute Update des Treuhandkontos. Es sind sehr viele Spenden eingegangen - kleine, große und schöne Summen.
1000 Dank an alle die bereits eingezahlt haben!

12.3.`18

Hansa Veranstaltung

Heute Veranstaltung des Hansa zum gleichen Thema. Sehr interessant, wenngleich der Anwalt in seinem Vortrag, die Chancen zu gewinnen, nicht in rosigen Farben gemalt hat. Viele besorgte und grimmige Kollegen waren da, nicht nur Hansis.
Ankündigung des Vorstandes bis Mittwoch zu überlegen und sich zu beraten, ob der Hansafunk aktiv werden wird. Man darf gespannt sein.

7.3.`18

Website am Start

Die Website ist online und wird weiter ausgebaut.

6.3.`18

Flyer am Start

Heute wurden die Flyer geliefert, Morgen beginnt deren Verteilung, z.B. am Flieger. Ein Aufruf an alle hamburger Taxiunternehmer ging heute per Post raus.

4.3.`18

Treuhandkonto am Start

Das Treuhandkonto wurde schließlich eingerichtet und ist bereit für eure Spenden.

travis bickle