Gotcha!

19.9.`19

Staffel 2/ Special Episode

41
Moia versößt gegen Auflage

Datum:

19.9.`19 | 14:25h

Ort:

Davidstraße

Wagen Nr.:

81, 72, ?, ?

Verstoß gegen Auflage:

4 Moias < 15m zu Taxiposten

Anmerkung:

4 Moias parkten auf dem Taxiposten in der Davidstraße

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Presse

17.9.`19

Popcorn


Am 8. September, einem Sonntag, wurde bekannt, dass VW übers Wochenende den Chef von Moia - Ole Harms - sowie einige Führungskräfte gefeuert hatte.
Am 9. September, dem Montag darauf, reagierte die Qualitäts-Presse nicht mit Hintergrundrecherchen oder Analysen, keine kritische Artikel erschienen zu der Frage, warum Moias Führung geköpft worden war.
Stattdessen ermöglichte das Abendblatt Moia zu erklären, warum die weit verbreitete Wahrnehmung von leer fahrenden Moias falsch sei. Die Fahrzeuge müssten so oft zum Laden fahren und die Fahrer zur Pause. Weiterhin wurden verschiedene Erfolgsmeldungen rapportiert unter Anderem 1 Mio. Fahrgäste.

Was nicht in der Presse erscheint, hat nicht stattgefunden. Die Symbolwirkung von Ole Harms Abgang fällt aus. Niemand wird es Morgen noch wissen. Gute PR-Arbeit von Moia.

Am 13. September, einem Freitag, wurde ebensfalls vom Abendblatt vermeldet, dass Moia nun auch im Miniaturwunderland vertreten ist. Ob das Moia-Modellauto leer dargestellt wird oder besetzt, konnte zu Redaktionsschluss noch nicht verifiziert werden. Jedenfalls gehört Moia damit quasi offiziell zu Hamburg, ganz egal, was die Testphase ergibt, die Entscheidung fiel im Miniaturwunderland.

Am 16. September, einem Montag nun ein 4fach Interview im Abendblatt mit Hamburgs Mobilitätskapitänen, keiner davon aus dem Taxigewerbe, aber dafür der neue Moia CEO Henrich.

Angesprochen auf die leer herunfahrenden Moias erklärte Robert Henrich, er könne diesen "subjektiven Eindruck" nicht bestätigen. Man habe bisher zirka 500.000 Fahrgäste gehabt.

Eine Aussage, die irritiert, denn die Woche davor war es noch 1 Million. Man muss auch diese Aussagen von Moia, erst recht wenn sie mit Zahlen zu tun haben, etwas genauer recherchieren. Dann heisst es: Zirka 420.000 in Hannover und zirka 600.000 in Hamburg. Aber schön - was sind schon 100.000 unter Freunden, oder?

Henrik Falk, Chef der Hochbahn assistiert dann auch gleich und erkärt:

Hochbahnchef Falk

Man sollte den Dingen auch die nötige Zeit geben und nicht gleich nach zwei Wochen sagen: „Da sitzt ja keiner drin.“

Man könnte jetzt einwenden, dass die Moias seit 5 Monaten (überhaupt nicht) leer herumfahren und nicht erst seit 2 Wochen, aber was sind schon ein paar Monate unter Freunden, oder?

Im Weiteren beklagt Herr Henrich das PBefG, beschwert sich über die zu kurze Zeit der Experimentierklausel und erklärt Carsharing plötzlich für gescheitert:

Ex-Car2Go Chef Henrich

Carsharing wird uns nicht viel helfen, denn es löst das Flächenproblem nicht. Sie haben immer noch ein Auto mit meist nur einem Nutzer, und es braucht Parkfläche in der Stadt.

Der Mann, der das sagt, war Chef und Erfinder von Car2Go, bevor er Chef von Moia wurde .

Ebenso plötzlich distanziert sich Herr Henrich diskret, aber eindeutig vom autonomen Fahren.

Moia Experte Henrich

Alle Experten haben das Thema lange zu euphorisch gesehen.

Herr Henrich hat nun plötzlich erkannt, dass autonomes Fahren auch zu mehr Verkehr führen würde, weil sich dann ja auch diejenigen mit einem PKW chauffieren lassen könnten, die gar keinen Führerschein besitzen.

Wir sind gespannt, wovon sich Herr Henrich zukünftig noch distanzieren wird und welche überraschenden Aussagen er noch treffen wird.

Wir holen uns Popcorn und das BS-O-Meter.


Gotcha!

11.9.`19

Staffel 2/ Folge 7

40
HVV Extra
Moia versößt gegen Auflage

Datum:

19.8.`19 | 21:02h

Ort:

Ohlsdorfer Straße/ Winterhuder Marktplatz

Wagen Nr.:

111

Verstoß gegen Auflage:

Virtuelle Haltestelle auf Bushaltestelle

Anmerkung:

Liess Fahrgäste raus.

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News

8.9.`19

Aus für Ole

Das Handelsblatt berichtet, dass Ole Harms die Fa. Moia verlässt und Robert "C-o-oh" Henrich neuer Chef wird.


Robert Henrich, zukünftiger CEO von Moia

Harms bekommt laut Handelsblatt bei VW eine neue "verantwortungsvolle Position" und Moia bekommt mit Henrich "frischen Wind". Details zu beiden verwunderlichen Aussagen gibt es bisher nicht.
Wieso Moia "frischen Wind" braucht, wo es doch eigentlich so neu und innovativ ist und die Erfolgsmeldungen von Anfang an so euphorisch waren, bleibt als Fragen weiterhin offen. Ebenso warum Robert Henrich, der ohnehin den Laden bisher schon geschmissen hat, der frische Mann ist, um für irgendwelchen Wind zu sorgen.
Laut Manager Magazin mussten neben Harms auch andere Führungskräfte gehen. Man fragt sich, welche Kräfte wirken da?
Und weil das alles rätselhaft ist, schliessen wir diese News heute mit einer Redewendung aus Japan.

Age-otori

Japanisch, Substantiv, neutrum.
Nach einem neuen Haarschnitt schlechter aussehen als vorher.


Ole Harms, zukünftiger Ex-CEO von Moia

Handelsblatt


Manager Magazin

Pooling

3.9.`19

Poolnapping

von Ivica Krijan



Am 28.08.`19 um 14 Uhr wollte ich zusammen mit einer Begleitung in einem MOIA von der Ernst-Horn-Straße 36 in die Rathausstraße 6 fahren. Als wir einstiegen, zeigte das MOIA-Display keinen zweiten Besteller an und wir freuten uns darauf, allein zu fahren.
Als wir schon in der Innenstadt, am Sieveking Platz waren und damit nur noch 1,4 Kilometer von unserem Ziel entfernt, erschien eine Meldung auf dem Display, die alles kaputt machte, denn …

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News

31.8.`19

Machte VW falsche Angaben?

Bevor wir uns weiter mit Pooling-Quoten und Gotchas der Firma Moia beschäftigen, werfen wir aus aktuellem Anlass einen Blick über den Tellerrand.

Laut Spon will Volkswagen 100 Millionen Dollar an US-Autobesitzer zahlen, weil sie falsche Angaben zum Verbrauch ihrer Benzinmotoren gemacht haben. Dies betrifft Fahrzeuge der Marken Audi, Bentley, Porsche und VW.
Volkswagen will einem Vergleich zustimmen und legt Wert auf die Feststellung, dass dies kein Schuldeingeständnis sei.


News

26.7.`19

Mind the Gap

Moia meldet, dass sie in London in 1 Stadtteil für 12 Monate einen Testbetrieb aufnehmen dürfen. Man beachte…

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News

24.7.`19

Moias Prüfstand


Moia hat Heute - wie bereits in den Schriftsätzen des Verfahrens angekündigt - bekannt gegeben, eigene Studien in Auftrag zu geben, die beweisen sollen, dass …

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Pooling Index

23.7.`19

Power Pooling



Fahrt nach Billstedt

Am Montag den 08.07.2019 bin ich wieder mit MOIA gefahren. Gestartet bin ich in Stellingen in der Ernst-Horn-Straße 36. Das Ziel war Am Schiffbeker Berg in Billstedt. Ich bin hin und zurück gefahren.

Nach Blankenese über Billstedt

Nach der Bestellung habe ich die Anfahrt des MOIA verfolgt. Im Moment der Bestellung war der Wagen in der Koppelstraße und ist dann über Basselweg, Kieler Straße, Wolfstraße und Försterweg zu mir gefahren. Der Wagen war nicht leer, sondern hatte einen Fahrgast am Bord, der vom Flieger in den Hellgrundweg wollte. 

Ich wurde eingesammelt. Danach sind wir zu zweit in den Hellgrundweg gefahren und von da ging es über die Bürgerweide Richtung Billstedt.
Auf der Bürgerweide, bei der Alfredstraße wendete das MOIA-Fahrzeug und fuhr zurück, um über Steinhauerdamm und die Lübecker Straße in die Landwehr zu fahren. Dort war ein neuer Fahrgast einzusammeln. Dieser wollte nach Blankenese, in die Blankeneser Bahnhofstraße.

Power Pooling

Ortskundigen springen hier sofort zwei Merkwürdigkeiten ins Auge und zwar…

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News

15.7.`19

Powered By Volkswagen


Ein Typ namens Sebastian Schaffer (Die Grünen), der bisher stellvertretender Sprecher des Hamburger Senats war, wechselt zum 1. September in die Unternehmenskommunikation der Volkswagen AG und wird dort Reden für den Vorstand schreiben.
Sebastian Schaffer erklärte, für ihn werde ein

Kleinjungentraum

wahr, denn er bekomme die Chance in einer

spannenden Zeit

beim größten Auto-Konzern der Welt an

der Wende zur E-Mobilität mitzuarbeiten.

Natürlich finden auch wir kleine Jungen süß und gönnen jedem sein inneres Kind, aber folgt man dieser Logik, könnten dann nicht auch Kriegsdienstverweigerer ohne Gewissensbisse bei der Fa. Kalashnikow an der Wende zum Strahlengewehr mitarbeiten?
Als Wähler fühlen wir uns betrogen, denn für uns ist diese Zeit nicht "spannend", sondern beschissen.

Warum?


Wir stehen im Regen, den Politiker- und Industrie-Interessen auf uns niedergehen lassen. Als Wähler fühlen wir uns verschmäht und verachtet und fragen uns - warum?
Nicht nur Taxifahrern geht es so, sondern allen, die sich durch Arbeit ernähren und nicht durch Bullshit. Wir wissen das, denn in der Taxe reden die Leute.
Wenn ein Hinterbänkler wie dieser Sebastian Schaffer in die Chefetage von VW wechselt, könnte das eine unbemerkte Randnotiz bleiben, aber weil wir viele sind, ist irgendeiner von uns garantiert wach und sieht das.

Wir sehen euch.
Wir sehen was ihr macht. Wir sehen, was ihr wirklich seid.
Einige von uns hatten geglaubt, die Grünen wären immun und für die Industrie nicht so leicht zu haben, wie ganz normale Polit-Huren, aber das war dann wohl auch bloß ein Kindertraum.
Andere von uns waren nicht so naiv und wussten es schon lange. Spätestens beim Blick in harmlose Gesichter mit dem narzisstischem Blick aus Kinderaugen.
Wenn man Phrasen, Relativierungen und lauwarme Statements hört und wenn man sieht, wie sie sich immer wieder bei der Macht anheischig machen, dann ist alles klar.
Ab 1. September gibt es mit Sebastian Schaffer einen Brückenkopf bei VW für ambitionierte Hinterbänkler und Provinzpolitiker aus Hamburg. Die, wenn sie sich wohl verhalten und den Interessen des "weltweit größten Automobilherstellers" nicht im Weg stehen, eine lukrative, rosige berufliche Zukunft haben.


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travis bickle