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16.10.`19

100 Jahre sicher

Hier ein Gastbeitrag unseres Kollegen Wolfgang Schild. Es ist eine Antwort auf den Text "Die Lächerlichkeit der Tayi-Lobby ist kaum zu überbieten", der auf Gründerszene.de veröffentlicht wurde.

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BreakingNews

14.10.`19

CleverShuttle gibt auf



Seit heute Morgen 3:00 Uhr hat CleverShuttle den Betrieb in Hamburg eingestellt. Mit dürren Worten wurde den Mitarbeitern mitgeteilt, dass sie ab sofort arbeitslos sind. Die ersten Fahrer fragen nach Jobs im Taxigewerbe.
Auch die Standorte in Frankfurt und Stuttgart werden geschlossen. Der Betrieb lohnt sich nicht.
Im Handelsblatt lässt sich ein CleverShuttle Sprecher mit dieser Aussage zitieren:

Der CS Sprecher im Handelblatt

Die Konkurrenz sei teils mit „Dumpingpreisen“ unterwegs gewesen, sagte ein Clever-Shuttle-Sprecher.

Das lässt der Moia Sprecher nicht auf sich sitzen und weisst den Vorwurf zurück:


Der Moia Sprecher im Handelblatt

„Wir sehen den Vorwurf des Preisdumpings eher in Richtung der Plattformdienste, die ihre Fahrgäste nicht geteilt, sondern exklusiv befördern“


An beiden Aussagen stimmt nichts, denn CleverShuttle und Moia bieten gleichermaßen Dumping und Pooling.
Es geht also los. Die Haifische beissen sich gegenseitig weg. Die Frage ist, wer ist der nächste? Jetzt heisst es Moia vs. FreeNow.


Handelblatt


Mopo


FAZ

News

10.10.`19

Academic Lobbying

Dass Firmen Wissenschaftler kaufen damit sie Daten und Studien als Gefälligkeitsgutachten liefern, ist natürlich ein weltweites Problem. Das Stigler Center ist an der Univercity Of Chicago angesiedelt und beschäftigt sich unter Anderem mit dem Einfluss gekaufter Wissenschaftler auf die Wirtschaft.
Einen sehr lesenswerten Artikel dieses Stigler Centers zum Thema Uber, Daten und die Anzahl von Verkehrstoten, haben die Kollegen aus Berlin übersetzt (wieder mal!) und online gestellt.
Dass ausgerechnet an der Universität von Chicago, Wirtschaftwissenschaftler ein Widerstandnest aufbauen, ist deshalb bedeutsam, weil insbesondere die Fakultät für Wirtschaft nicht irgendeine amerikanische Provinz-Uni ist. Milton Friedman der Erfinder des Monetarismus wirkte dort und vor dort kamen die berüchtigten Chicago Boys".
Man könnte fast sagen, das Stigler Center arbeitet quasi an der Widergutmachung des Schadens, den Ideen von dort bisher angerichtet haben.

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3.10.`19

Feuchte Tücher

Auf der Moia Website äussert sich der Professor des Instituts, dass als Dienstleister für Moia eines der Gutachten erstellt. Obwohl sein Institut also von Moia bezahlt wird, ist er natürlich 100% unvoreingenommen, sodass ein Gefälligkeitsgutachten ausgeschlossen ist.
Nicht wahr?

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30.9.`19

All Together Now

Wie berichtet wird, will BMW seinen Anteil an dem "Now" Mobility-Joint-Venture mit Daimler, verkaufen. ShareNow, RideNow, FreeNow - der ganze "Now" Kram soll weg.

Vision-Monility.de:

Keine Airline, sondern Flugzeugbauer wolle man sein, erklärt der neue BMW-Chef Oliver Zipse in Analogie zur Flugzeugbranche. Und kündigt einen Rückzug auf die eigentliche Kernkompetenz Automobilbau an, die den Verkauf der Mobilitätsdienstsparte umfassen soll.


BMW will seinen Anteil also verkaufen. Offenbar wird man aber auch bei Mercedes nervös, denn das Manager Magazin berichtet:


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25.9.`19

Die Nachrichtenagentur

Die famosen Kollegen aus Berlin, die auch schon die Studien übersetzt haben, bringen jetzt Nachrichten aus der Taxi-Welt, à la DPA.
Am besten als RSS Feed abonnieren:
www.taxi-agentur.de/index.php/feed
PS: Und wer sich fragt, wer immer die geilen Artikel in der Taxitimes schreibt, ja genau - YPS ist auch dabei.

Presse

17.9.`19

Popcorn


Am 8. September, einem Sonntag, wurde bekannt, dass VW übers Wochenende den Chef von Moia - Ole Harms - sowie einige Führungskräfte gefeuert hatte.
Am 9. September, dem Montag darauf, reagierte die Qualitäts-Presse nicht mit Hintergrundrecherchen oder Analysen, keine kritische Artikel erschienen zu der Frage, warum Moias Führung geköpft worden war.
Stattdessen…
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News

8.9.`19

Aus für Ole

Das Handelsblatt berichtet, dass Ole Harms die Fa. Moia verlässt und Robert "C-o-oh" Henrich neuer Chef wird.


Robert Henrich, zukünftiger CEO von Moia

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Pooling

3.9.`19

Poolnapping

von Ivica Krijan



Am 28.08.`19 um 14 Uhr wollte ich zusammen mit einer Begleitung in einem MOIA von der Ernst-Horn-Straße 36 in die Rathausstraße 6 fahren. Als wir einstiegen, zeigte das MOIA-Display keinen zweiten Besteller an und wir freuten uns darauf, allein zu fahren.
Als wir schon in der Innenstadt, am Sieveking Platz waren und damit nur noch 1,4 Kilometer von unserem Ziel entfernt, erschien eine Meldung auf dem Display, die alles kaputt machte, denn …

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News

31.8.`19

Machte VW falsche Angaben?

Bevor wir uns weiter mit Pooling-Quoten und Gotchas der Firma Moia beschäftigen, werfen wir aus aktuellem Anlass einen Blick über den Tellerrand.

Laut Spon will Volkswagen 100 Millionen Dollar an US-Autobesitzer zahlen, weil sie falsche Angaben zum Verbrauch ihrer Benzinmotoren gemacht haben. Dies betrifft Fahrzeuge der Marken Audi, Bentley, Porsche und VW.
Volkswagen will einem Vergleich zustimmen und legt Wert auf die Feststellung, dass dies kein Schuldeingeständnis sei.


News

26.7.`19

Mind the Gap

Moia meldet, dass sie in London in 1 Stadtteil für 12 Monate einen Testbetrieb aufnehmen dürfen. Man beachte…

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News

24.7.`19

Moias Prüfstand


Moia hat Heute - wie bereits in den Schriftsätzen des Verfahrens angekündigt - bekannt gegeben, eigene Studien in Auftrag zu geben, die beweisen sollen, dass …

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Pooling Index

23.7.`19

Power Pooling



Fahrt nach Billstedt

Am Montag den 08.07.2019 bin ich wieder mit MOIA gefahren. Gestartet bin ich in Stellingen in der Ernst-Horn-Straße 36. Das Ziel war Am Schiffbeker Berg in Billstedt. Ich bin hin und zurück gefahren.

Nach Blankenese über Billstedt

Nach der Bestellung habe ich die Anfahrt des MOIA verfolgt. Im Moment der Bestellung war der Wagen in der Koppelstraße und ist dann über Basselweg, Kieler Straße, Wolfstraße und Försterweg zu mir gefahren. Der Wagen war nicht leer, sondern hatte einen Fahrgast am Bord, der vom Flieger in den Hellgrundweg wollte. 

Ich wurde eingesammelt. Danach sind wir zu zweit in den Hellgrundweg gefahren und von da ging es über die Bürgerweide Richtung Billstedt.
Auf der Bürgerweide, bei der Alfredstraße wendete das MOIA-Fahrzeug und fuhr zurück, um über Steinhauerdamm und die Lübecker Straße in die Landwehr zu fahren. Dort war ein neuer Fahrgast einzusammeln. Dieser wollte nach Blankenese, in die Blankeneser Bahnhofstraße.

Power Pooling

Ortskundigen springen hier sofort zwei Merkwürdigkeiten ins Auge und zwar…

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News

15.7.`19

Powered By Volkswagen


Ein Typ namens Sebastian Schaffer (Die Grünen), der bisher stellvertretender Sprecher des Hamburger Senats war, wechselt zum 1. September in die Unternehmenskommunikation der Volkswagen AG und wird dort Reden für den Vorstand schreiben.
Sebastian Schaffer erklärte, für ihn werde ein

Kleinjungentraum

wahr, denn er bekomme die Chance in einer

spannenden Zeit

beim größten Auto-Konzern der Welt an

der Wende zur E-Mobilität mitzuarbeiten.

Natürlich finden auch wir kleine Jungen süß und gönnen jedem sein inneres Kind, aber folgt man dieser Logik, könnten dann nicht auch Kriegsdienstverweigerer ohne Gewissensbisse bei der Fa. Kalashnikow an der Wende zum Strahlengewehr mitarbeiten?
Als Wähler fühlen wir uns betrogen, denn für uns ist diese Zeit nicht "spannend", sondern beschissen.

Warum?


Wir stehen im Regen, den Politiker- und Industrie-Interessen auf uns niedergehen lassen. Als Wähler fühlen wir uns verschmäht und verachtet und fragen uns - warum?
Nicht nur Taxifahrern geht es so, sondern allen, die sich durch Arbeit ernähren und nicht durch Bullshit. Wir wissen das, denn in der Taxe reden die Leute.
Wenn ein Hinterbänkler wie dieser Sebastian Schaffer in die Chefetage von VW wechselt, könnte das eine unbemerkte Randnotiz bleiben, aber weil wir viele sind, ist irgendeiner von uns garantiert wach und sieht das.

Wir sehen euch.
Wir sehen was ihr macht. Wir sehen, was ihr wirklich seid.
Einige von uns hatten geglaubt, die Grünen wären immun und für die Industrie nicht so leicht zu haben, wie ganz normale Polit-Huren, aber das war dann wohl auch bloß ein Kindertraum.
Andere von uns waren nicht so naiv und wussten es schon lange. Spätestens beim Blick in harmlose Gesichter mit dem narzisstischem Blick aus Kinderaugen.
Wenn man Phrasen, Relativierungen und lauwarme Statements hört und wenn man sieht, wie sie sich immer wieder bei der Macht anheischig machen, dann ist alles klar.
Ab 1. September gibt es mit Sebastian Schaffer einen Brückenkopf bei VW für ambitionierte Hinterbänkler und Provinzpolitiker aus Hamburg. Die, wenn sie sich wohl verhalten und den Interessen des "weltweit größten Automobilherstellers" nicht im Weg stehen, eine lukrative, rosige berufliche Zukunft haben.


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travis bickle