Presse

2.8.`20

Clown Busters

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Heute erreichte uns kurz vor ihrer Veröffentlichung eine Geschichte aus Berlin, die es in sich hat.
Unsere Berliner Freunde, die kĂŒrzlich noch von ihren Herbergs-Eltern der "Innung des Berliner Taxigewerbes" wegen einer Unartigkeit vom Netz genommen wurden, kommen plötzlich mit einer investigativen Geschichte um die Ecke, in der es - ausgerechnet - um eine Gruppe Hamburger Taxifahrer geht, die mit verdeckten Operationen gegen die Mietwagen von Freenow Ride vorgegangen sind. In einem Interview, das Yps und ihr Team mit den Hamburger Kollegen gefĂŒhrt hat, wird die Geschichte erzĂ€hlt und es werden die HintergrĂŒnde aufgedeckt, die dazu gefĂŒhrt haben, dass Freenow Ride in Hamburg nicht mehr angeboten wird.
Der Text heisst "Clown Busters" und darin wird auch die Rolle der Verkehrsgewerbeaufsicht, unserer geliebten Hamburger Taxi-Behörde beschrieben.

Ein Auszug:

Aus Clown Busters" auf taxi-innung.de, zuletzt 2.8.2020.

Hamburg: Die Hamburger Taxi-Behörde arbeitet Ă€hnlich wie die Polizei auf der Reeperbahn. Sie will wissen, was lĂ€uft in ihrem Kiez und sie will ihre Pappenheimer kennen




Und an anderer Stelle heisst es:

Auszug:

Aus Clown Busters" auf taxi-innung.de, zuletzt 2.8.2020.

Hamburg: Die Firma ‚MyChauffeur‘, die ĂŒbrigens ihren Hauptsitz in Berlin hat, hat AuftrĂ€ge fĂŒr Freenow, Uber und auch andere Plattformen gefahren...
Wir kannten jedes Kennzeichen, jede Marke, jede Farbe und konnten die Autos zuordnen. Wir kannten auch viele der Fahrer und wussten auch, an welchen Tagen sie auf welchen Autos fĂŒr welchen Anbieter fuhren und auch, wie viele Stunden
 – wir nennen sie ĂŒbrigens ‚Clowns‘.

Berlin: Wieso Clowns?

Hamburg: Das hat inzwischen Tradition. In USA und UK nennen die bösen Taxifahrer die Uberfahrer “Clowns”. Und zwar weil sie keine Taxifahrer sind, keine Profis. Sie kennen sich nicht aus, mussten nichts lernen, haben keine PrĂŒfung abgelegt und mussten nichts vorweisen, um fast den gleichen Job zu machen, wie wir. Sie tun also nur so als ob und lassen sich von einem Ausbeuter wie Uber anstiften, diese Dummheiten aufzufĂŒhren. Es sind keine Erwachsenen, keine MĂ€nner, die einen ehrlichen Job machen.

Berlin: Wie habt ihr das alles ĂŒber die Clowns herausgefunden?

Hamburg: Wir hatten eine kleine, aber feine Truppe handverlesener Kollegen gebildet, die wÀhrend der Schicht und an freien Tagen auf die Jagd gingen

Am Ende haben wir sogar Treibjagden gemacht

Man kann sie mit unserer Methode auch gleich mehrfach abschießen, denn insbesondere die Ride-Clowns von ‚MyChauffeur‘ hielten sich an gar nichts.


Kommentar:

Es ist irgendwie leicht befremdlich, dass ausgerechnet eine Berliner Publikation ĂŒber interne Hamburger AktivitĂ€ten berichtet, aber sei's drum. Was jedoch auffĂ€llt ist, dass die Hamburger Kollegen es bei ihren Aussagen ganz schön krachen lassen. Obige Zitate geben davon nur einen dezenten Vorgeschmack.
Besonders die Aussagen zur Rolle unserer Hamburger Taxi-Behörde und ihrer Akzeptanz im Hamburger Taxigewerbe sind in ihrer sehr positiven Darstellung problematisch.
Wir haben nicht vergessen, wer uns MOIA in Hamburg eingebrockt hat und mit welcher Gangart die Behörde den Prozess gegen uns betrieben hat. Wir erinnern uns daran, wie die Behörde nach dem ersten Urteil des Verwaltungsgerichts den Vollzug der Genehmigung einfach angeordnet hat. Wir erinnern uns an die von der Behörde nicht verfolgten VerstĂ¶ĂŸe MOIAs gegen die Auflagen bzgl. der "Virtuellen Haltestellen". Wir erinnern uns an The Glitz und seine juristischen Volten.
Insgesamt wirken die Aussagen dieser "Clown Busters" ĂŒber ihren Kampf gegen die Mietwagen ziemlich vollmundig, fast etwas selbstgerecht und ob das alles so stimmt, kann man nicht wissen, da sie anonym bleiben und irgendwo im Geheimen unterwegs sind.
Aber - jeder soll ich selbst ein Bild machen. Den ganzen Stunt gibt es dort:


Lest das einfach selbst.

News

30.6.`20

60% = +1 Person

Der HVV nimmt Moia in seine neue Switch App auf, womit ein weiterer Schritt zur Integration von Moia in den Hamburger Verkehrsverbund getan ist. Wenn dieses Ziel erreicht ist, steht direkten Subventionen aus dem Haushalt der Hansestadt fĂŒr das defizitĂ€re Unternehmen aus dem Hause Volkswagen nichts mehr im Weg.
Derweil behauptet Moia-Chef Robert Henrich unbeirrt eine Pooling-Quote von 60%.

Hamburger Abendblatt vom 30.6.20

Bei mehr als der HĂ€lfte der Fahrten mit Passagieren sitzt mehr als ein Fahrgast im Kleinbus

Wenn sich also 4 Personen verabreden um gemeinsam zu Lidl zu fahren, dann ist das Pooling und entlastet den Verkehr, so jedenfalls geht die Logik von Moia. Nach der gleiche Logik wĂ€ren die gleichen 4 Leute, wenn sie sich in einen Privat-PKW setzen und nach Lidl hin fahren, eine Belastung fĂŒr den Verkehr.
Dass es beim Pooling nicht um die Anzahl der Menschen im Auto geht, sondern um die BĂŒndelung unabhĂ€ngiger FahrtwĂŒnsche, steht unglĂŒcklicherweise nicht im Abendblatt.
Sollte es aber bald mal.


News

5.6.`20

"Lex Uber"

Mehrere Zeitungen melden einen Durchbruch bei der Novellierung des PbeFG zugunsten von Moia, Uber &Co. Es scheint im Grunde das zu sein, was in dem gemeinsamen "Appell" des Konsortium des Grauens steht.


SPON


NDR


N-TV


News

29.5.`20

Auf den Rest zu

Das Manager-Magazin und die Online-Publikation "GrĂŒnderszene" melden, dass die Bahn den Geldhahn fĂŒr Clevershuttle zu dreht. Dadurch fallen offenbar bei Clevershuttle 850 von insgesamt 1.100 Jobs weg.

GrĂŒnderszene

In Berlin, Dresden, Kiel und MĂŒnchen soll Clevershuttle kĂŒnftig nicht mehr verkehren. Lediglich in Leipzig und DĂŒsseldorf soll der Betrieb weitergehen. FĂŒr eine Stellungnahme war das Unternehmen kurzfristig nicht zu erreichen.

Oder, wie man an der Nordsee sagt: "Das geht auf den Rest zu."


Blog

18.5.`20

Konsortium des Grauens

Moia, Clevershuttle, ViaVan und der Bundesverband fĂŒr Taxen (und Mietwagen) haben sich zusammen getan und einen gemeinsamen Appell verfasst.
ZunĂ€chst werden "Abgrenzungskriterien" fĂŒr verschiedene "Verkehrsformen" definiert, um so zu tun, als wĂ€ren zum Beispiel die Sammeltaxis von Clevershuttle keine Taxis.
Dann heisst es dort es:

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News

18.4.`20

Übers Knie

Der Spiegel berichtet online ĂŒber eine neue Studie einer privaten Forschungseinrichtung namens "Wissenschaftszentrum Berlin fĂŒr Sozialforschung" WZB. Dort heisst es:


ErnĂŒchternde Antworten kommen vom Wissenschaftszentrum Berlin fĂŒr Sozialforschung (WZB). Dessen Expertinnen und Experten haben Fahrgastdaten des Anbieters Clevershuttle in einer Langzeitstudie untersucht und mehr als 3500 Kunden befragt. Der Dienst nimmt demnach vor allem Bussen und Bahnen FahrgĂ€ste weg.


Die Anordnung der Begriffe aus denen sich der Name "Wissenschaftszentrum Berlin fĂŒr Sozialforschung" zusammen setzt, ist irgendwie komisch, oder? Es wirkt zufĂ€llig, ihre Reihenfolge will nicht wirklich Sinn ergeben.
Jedenfalls



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News

21.2.`20

Machtlos bei Moia

Die Mopo berichtet, Moia habe 100 Festangestellte entlassen und versuche diese nun durch Werksstudenten und 450€ Jobber zu ersetzen. Eine Sprecherin von Moia dementiert das artig.

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Pooling

21.11.`19

Saturday Night Pooling

Eine Disco Kugel

Wir erreichen im Wochendurchschnitt eine Pooling-Quote von 60 Prozent.
Robert Henrich (CEO MOIA) beim "Mobility Circle 2019"

Am Freitag haben wir gesehen, dass Pooling durch MOIA misslungen war. Der Pooling-Index war magere 0,53 AuftrÀge pro gefahrenen Kilometer. Aber weil Moia von 60% Pooling-Quote deliriert sind wir am Tag darauf, am Samstag den 16.11.2019 in der Zeit zwischen 19 und 23 Uhr, wieder einem MOIA Wagen gefolgt.


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Pooling

20.11.`19

Eisbein-Pooling


Teller mit Moia

Das traditionelle Eisbein-Essen ist in Hamburg ein besonderes Event und fĂŒr die Hamburger Taxibranche eine besondere Nacht. Jedes Jahr fĂŒhrt diese Veranstaltung dazu, dass die Nachfrage nach Taxen extrem hoch ist. So war es auch in diesem Jahr.
Wenn die Nachfrage allgemein groß ist (Freitagnacht, Eisbein-Essen, Dom) kann man davon ausgehen, dass auch MOIA jede Menge Arbeit haben sollte. Dieses wollte ich mir am diesjĂ€hrigen Eisbein-Wochende ganz genau ansehen

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News

13.11.`19

Moia in Ealing

Nach Hannover und Hamburg startet Heute ein drittes Moia-Projekt und zwar in einem Vorort von London, im Stadtteil Ealing
 .
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Pooling

3.9.`19

Poolnapping

von Ivica Krijan



Am 28.08.`19 um 14 Uhr wollte ich zusammen mit einer Begleitung in einem MOIA von der Ernst-Horn-Straße 36 in die Rathausstraße 6 fahren. Als wir einstiegen, zeigte das MOIA-Display keinen zweiten Besteller an und wir freuten uns darauf, allein zu fahren.
Als wir schon in der Innenstadt, am Sieveking Platz waren und damit nur noch 1,4 Kilometer von unserem Ziel entfernt, erschien eine Meldung auf dem Display, die alles kaputt machte, denn 


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Pooling Index

23.7.`19

Power Pooling



Fahrt nach Billstedt

Am Montag den 08.07.2019 bin ich wieder mit MOIA gefahren. Gestartet bin ich in Stellingen in der Ernst-Horn-Straße 36. Das Ziel war Am Schiffbeker Berg in Billstedt. Ich bin hin und zurĂŒck gefahren.

Nach Blankenese ĂŒber Billstedt

Nach der Bestellung habe ich die Anfahrt des MOIA verfolgt. Im Moment der Bestellung war der Wagen in der Koppelstraße und ist dann ĂŒber Basselweg, Kieler Straße, Wolfstraße und Försterweg zu mir gefahren. Der Wagen war nicht leer, sondern hatte einen Fahrgast am Bord, der vom Flieger in den Hellgrundweg wollte. ‹‹Ich wurde eingesammelt. Danach sind wir zu zweit in den Hellgrundweg gefahren und von da ging es ĂŒber die BĂŒrgerweide Richtung Billstedt.
Auf der BĂŒrgerweide, bei der Alfredstraße wendete das MOIA-Fahrzeug und fuhr zurĂŒck, um ĂŒber Steinhauerdamm und die LĂŒbecker Straße in die Landwehr zu fahren. Dort war ein neuer Fahrgast einzusammeln. Dieser wollte nach Blankenese, in die Blankeneser Bahnhofstraße.

Power Pooling

Ortskundigen springen hier sofort zwei MerkwĂŒrdigkeiten ins Auge und zwar


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News

15.7.`19

Powered By Volkswagen


Ein Typ namens Sebastian Schaffer (Die GrĂŒnen), der bisher stellvertretender Sprecher des Hamburger Senats war, wechselt zum 1. September in die Unternehmenskommunikation der Volkswagen AG und wird dort Reden fĂŒr den Vorstand schreiben.
Sebastian Schaffer erklĂ€rte, fĂŒr ihn werde ein

Kleinjungentraum

wahr, denn er bekomme die Chance in einer

spannenden Zeit

beim grĂ¶ĂŸten Auto-Konzern der Welt an

der Wende zur E-MobilitÀt mitzuarbeiten.

NatĂŒrlich finden auch wir kleine Jungen sĂŒĂŸ und gönnen jedem sein inneres Kind, aber folgt man dieser Logik, könnten dann nicht auch Kriegsdienstverweigerer ohne Gewissensbisse bei der Fa. Kalashnikow an der Wende zum Strahlengewehr mitarbeiten?
Als WĂ€hler fĂŒhlen wir uns betrogen, denn fĂŒr uns ist diese Zeit nicht "spannend", sondern beschissen.

Warum?


Wir stehen im Regen, den Politiker- und Industrie-Interessen auf uns niedergehen lassen. Als WĂ€hler fĂŒhlen wir uns verschmĂ€ht und verachtet und fragen uns - warum?
Nicht nur Taxifahrern geht es so, sondern allen, die sich durch Arbeit ernÀhren und nicht durch Bullshit. Wir wissen das, denn in der Taxe reden die Leute.
Wenn ein HinterbÀnkler wie dieser Sebastian Schaffer in die Chefetage von VW wechselt, könnte das eine unbemerkte Randnotiz bleiben, aber weil wir viele sind, ist irgendeiner von uns garantiert wach und sieht das.

Wir sehen euch.
Wir sehen was ihr macht. Wir sehen, was ihr wirklich seid.
Einige von uns hatten geglaubt, die GrĂŒnen wĂ€ren immun und fĂŒr die Industrie nicht so leicht zu haben, wie ganz normale Polit-Huren, aber das war dann wohl auch bloß ein Kindertraum.
Andere von uns waren nicht so naiv und wussten es schon lange. SpÀtestens beim Blick in harmlose Gesichter mit dem narzisstischem Blick aus Kinderaugen.
Wenn man Phrasen, Relativierungen und lauwarme Statements hört und wenn man sieht, wie sie sich immer wieder bei der Macht anheischig machen, dann ist alles klar.
Ab 1. September gibt es mit Sebastian Schaffer einen BrĂŒckenkopf bei VW fĂŒr ambitionierte HinterbĂ€nkler und Provinzpolitiker aus Hamburg. Die, wenn sie sich wohl verhalten und den Interessen des "weltweit grĂ¶ĂŸten Automobilherstellers" nicht im Weg stehen, eine lukrative, rosige berufliche Zukunft haben.


Links:




travis bickle