News

11.9.`20

Kleine Brötchen bei Moia?

Moia Haltestelle auf Krankenhausgelände

In letzter Zeit waren dezente Veränderungen bei Moia zu beobachten. Zuerst ging Moia eine Kooperation mit dem billig Supermarkt "Lidl" ein, dann mit dem privaten Krankenhaus-Anbieter Asklepios. Man kann nun mit Moia nach Lidl hinfahren und auch wieder weg, oder im Zuge eines Krankenhausaufenthalts eine Moia Haltestellen nutzen und im Stadtpark veranstaltet Moia kleine Konzerte unbekannter Künstler, direkt am Fahrzeug. Alles eher Bagatellen, aber, um es mit Moias eigenen Worten zu sagen: " Jeder Move zählt".


Einen Teil seiner Flotte hat Moia von Hamburg nach Hannover verlegt, wo sie bisher nur mit VW Bussen gefahren waren. Insbesondere dieser Schritt ist interessant, denn dass hier Überkapazitäten abgebaut werden, liegt auf der Hand.


Vorbei sind die Tage in denen Moia aus allen PR-Rohren eine Erweiterung der Konzession von aktuell 500 Wagen auf 1000 verlangte. Kein Wissenschaftler wird mehr nach vorne geschoben, um zu belegen, dass das ganze Moia-Experiment nur mit mindestens 1000 Wagen gelingen kann.


Die interessanteste Verschiebung ist vielleicht aber eine in der Propaganda. Moia behauptet nun nicht mehr, ihr Dienst wäre "emissionsfrei", sondern jetzt heisst es "lokal emissionsfrei".


Von Moia Website/ Hannover

Gold-gelb, vollelektrisch – und lokal emissionsfrei.


Man könnte auch sagen "eingeschränkt" emissionsfrei oder man könnte auch sagen "nur n' Büschen" emissionsfrei. Natürlich klingt das nicht so gut, kommt aber den Tatsachen entgegen und nimmt Positionen vorweg, die in den kommenden Diskussionen auftauchen werden. Elektromobilität entlastet ja nur die Großstädte von Abgasen und Emissionen, nicht aber die Gegenden auf der Welt, wo Batterien hergestellt werden, wo der Strom produziert wird, wo die Autos gebaut werden, das Zubehör hergestellt wird und auch nicht bei den Lieferketten.


Insgesamt sind die Brötchen, die Moia backt, kleiner geworden.


Now Playing:


Presse

2.8.`20

Clown Busters

🤡

Unsere Berliner Freunde, die kürzlich noch von ihren Herbergs-Eltern der "Innung des Berliner Taxigewerbes" wegen einer Unartigkeit vom Netz genommen wurden, kommen plötzlich mit einer investigativen Geschichte um die Ecke, in der es - ausgerechnet - um eine Gruppe Hamburger Taxifahrer geht, die mit verdeckten Operationen…

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News

30.6.`20

60% = +1 Person

Der HVV nimmt Moia in seine neue Switch App auf, womit ein weiterer Schritt zur Integration von Moia in den Hamburger Verkehrsverbund getan ist. Wenn dieses Ziel erreicht ist, steht direkten Subventionen aus dem Haushalt der Hansestadt für das defizitäre Unternehmen aus dem Hause Volkswagen nichts mehr im Weg.
Derweil behauptet Moia-Chef Robert Henrich unbeirrt eine Pooling-Quote von 60%.

Hamburger Abendblatt vom 30.6.20

Bei mehr als der Hälfte der Fahrten mit Passagieren sitzt mehr als ein Fahrgast im Kleinbus

Wenn sich also 4 Personen verabreden um gemeinsam zu Lidl zu fahren, dann ist das Pooling und entlastet den Verkehr, so jedenfalls geht die Logik von Moia. Nach der gleiche Logik wären die gleichen 4 Leute, wenn sie sich in einen Privat-PKW setzen und nach Lidl hin fahren, eine Belastung für den Verkehr.
Dass es beim Pooling nicht um die Anzahl der Menschen im Auto geht, sondern um die Bündelung unabhängiger Fahrtwünsche, steht unglücklicherweise nicht im Abendblatt.
Sollte es aber bald mal.


News

5.6.`20

"Lex Uber"

Mehrere Zeitungen melden einen Durchbruch bei der Novellierung des PbeFG zugunsten von Moia, Uber &Co. Es scheint im Grunde das zu sein, was in dem gemeinsamen "Appell" des Konsortium des Grauens steht.


SPON


NDR


N-TV


News

29.5.`20

Auf den Rest zu

Das Manager-Magazin und die Online-Publikation "Gründerszene" melden, dass die Bahn den Geldhahn für Clevershuttle zu dreht. Dadurch fallen offenbar bei Clevershuttle 850 von insgesamt 1.100 Jobs weg.

Gründerszene

In Berlin, Dresden, Kiel und München soll Clevershuttle künftig nicht mehr verkehren. Lediglich in Leipzig und Düsseldorf soll der Betrieb weitergehen. Für eine Stellungnahme war das Unternehmen kurzfristig nicht zu erreichen.

Oder, wie man an der Nordsee sagt: "Das geht auf den Rest zu."


Blog

18.5.`20

Konsortium des Grauens

Moia, Clevershuttle, ViaVan und der Bundesverband für Taxen (und Mietwagen) haben sich zusammen getan und einen gemeinsamen Appell verfasst.
Zunächst werden "Abgrenzungskriterien" für verschiedene "Verkehrsformen" definiert, um so zu tun, als wären zum Beispiel die Sammeltaxis von Clevershuttle keine Taxis.
Dann heisst es dort es:

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News

18.4.`20

Übers Knie

Der Spiegel berichtet online über eine neue Studie einer privaten Forschungseinrichtung namens "Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung" WZB. Dort heisst es:


Ernüchternde Antworten kommen vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Dessen Expertinnen und Experten haben Fahrgastdaten des Anbieters Clevershuttle in einer Langzeitstudie untersucht und mehr als 3500 Kunden befragt. Der Dienst nimmt demnach vor allem Bussen und Bahnen Fahrgäste weg.


Die Anordnung der Begriffe aus denen sich der Name "Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung" zusammen setzt, ist irgendwie komisch, oder? Es wirkt zufällig, ihre Reihenfolge will nicht wirklich Sinn ergeben.
Jedenfalls…


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News

21.2.`20

Machtlos bei Moia

Die Mopo berichtet, Moia habe 100 Festangestellte entlassen und versuche diese nun durch Werksstudenten und 450€ Jobber zu ersetzen. Eine Sprecherin von Moia dementiert das artig.

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Pooling

21.11.`19

Saturday Night Pooling

Eine Disco Kugel

Wir erreichen im Wochendurchschnitt eine Pooling-Quote von 60 Prozent.
Robert Henrich (CEO MOIA) beim "Mobility Circle 2019"

Am Freitag haben wir gesehen, dass Pooling durch MOIA misslungen war. Der Pooling-Index war magere 0,53 Aufträge pro gefahrenen Kilometer. Aber weil Moia von 60% Pooling-Quote deliriert sind wir am Tag darauf, am Samstag den 16.11.2019 in der Zeit zwischen 19 und 23 Uhr, wieder einem MOIA Wagen gefolgt.


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Pooling

20.11.`19

Eisbein-Pooling


Teller mit Moia

Das traditionelle Eisbein-Essen ist in Hamburg ein besonderes Event und für die Hamburger Taxibranche eine besondere Nacht. Jedes Jahr führt diese Veranstaltung dazu, dass die Nachfrage nach Taxen extrem hoch ist. So war es auch in diesem Jahr.
Wenn die Nachfrage allgemein groß ist (Freitagnacht, Eisbein-Essen, Dom) kann man davon ausgehen, dass auch MOIA jede Menge Arbeit haben sollte. Dieses wollte ich mir am diesjährigen Eisbein-Wochende ganz genau ansehen…
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News

13.11.`19

Moia in Ealing

Nach Hannover und Hamburg startet Heute ein drittes Moia-Projekt und zwar in einem Vorort von London, im Stadtteil Ealing… .
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Pooling

3.9.`19

Poolnapping

von Ivica Krijan



Am 28.08.`19 um 14 Uhr wollte ich zusammen mit einer Begleitung in einem MOIA von der Ernst-Horn-Straße 36 in die Rathausstraße 6 fahren. Als wir einstiegen, zeigte das MOIA-Display keinen zweiten Besteller an und wir freuten uns darauf, allein zu fahren.
Als wir schon in der Innenstadt, am Sieveking Platz waren und damit nur noch 1,4 Kilometer von unserem Ziel entfernt, erschien eine Meldung auf dem Display, die alles kaputt machte, denn …

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Pooling Index

23.7.`19

Power Pooling



Fahrt nach Billstedt

Am Montag den 08.07.2019 bin ich wieder mit MOIA gefahren. Gestartet bin ich in Stellingen in der Ernst-Horn-Straße 36. Das Ziel war Am Schiffbeker Berg in Billstedt. Ich bin hin und zurück gefahren.

Nach Blankenese über Billstedt

Nach der Bestellung habe ich die Anfahrt des MOIA verfolgt. Im Moment der Bestellung war der Wagen in der Koppelstraße und ist dann über Basselweg, Kieler Straße, Wolfstraße und Försterweg zu mir gefahren. Der Wagen war nicht leer, sondern hatte einen Fahrgast am Bord, der vom Flieger in den Hellgrundweg wollte. 

Ich wurde eingesammelt. Danach sind wir zu zweit in den Hellgrundweg gefahren und von da ging es über die Bürgerweide Richtung Billstedt.
Auf der Bürgerweide, bei der Alfredstraße wendete das MOIA-Fahrzeug und fuhr zurück, um über Steinhauerdamm und die Lübecker Straße in die Landwehr zu fahren. Dort war ein neuer Fahrgast einzusammeln. Dieser wollte nach Blankenese, in die Blankeneser Bahnhofstraße.

Power Pooling

Ortskundigen springen hier sofort zwei Merkwürdigkeiten ins Auge und zwar…

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News

15.7.`19

Powered By Volkswagen


Ein Typ namens Sebastian Schaffer (Die Grünen), der bisher stellvertretender Sprecher des Hamburger Senats war, wechselt zum 1. September in die Unternehmenskommunikation der Volkswagen AG und wird dort Reden für den Vorstand schreiben.
Sebastian Schaffer erklärte, für ihn werde ein

Kleinjungentraum

wahr, denn er bekomme die Chance in einer

spannenden Zeit

beim größten Auto-Konzern der Welt an

der Wende zur E-Mobilität mitzuarbeiten.

Natürlich finden auch wir kleine Jungen süß und gönnen jedem sein inneres Kind, aber folgt man dieser Logik, könnten dann nicht auch Kriegsdienstverweigerer ohne Gewissensbisse bei der Fa. Kalashnikow an der Wende zum Strahlengewehr mitarbeiten?
Als Wähler fühlen wir uns betrogen, denn für uns ist diese Zeit nicht "spannend", sondern beschissen.

Warum?


Wir stehen im Regen, den Politiker- und Industrie-Interessen auf uns niedergehen lassen. Als Wähler fühlen wir uns verschmäht und verachtet und fragen uns - warum?
Nicht nur Taxifahrern geht es so, sondern allen, die sich durch Arbeit ernähren und nicht durch Bullshit. Wir wissen das, denn in der Taxe reden die Leute.
Wenn ein Hinterbänkler wie dieser Sebastian Schaffer in die Chefetage von VW wechselt, könnte das eine unbemerkte Randnotiz bleiben, aber weil wir viele sind, ist irgendeiner von uns garantiert wach und sieht das.

Wir sehen euch.
Wir sehen was ihr macht. Wir sehen, was ihr wirklich seid.
Einige von uns hatten geglaubt, die Grünen wären immun und für die Industrie nicht so leicht zu haben, wie ganz normale Polit-Huren, aber das war dann wohl auch bloß ein Kindertraum.
Andere von uns waren nicht so naiv und wussten es schon lange. Spätestens beim Blick in harmlose Gesichter mit dem narzisstischem Blick aus Kinderaugen.
Wenn man Phrasen, Relativierungen und lauwarme Statements hört und wenn man sieht, wie sie sich immer wieder bei der Macht anheischig machen, dann ist alles klar.
Ab 1. September gibt es mit Sebastian Schaffer einen Brückenkopf bei VW für ambitionierte Hinterbänkler und Provinzpolitiker aus Hamburg. Die, wenn sie sich wohl verhalten und den Interessen des "weltweit größten Automobilherstellers" nicht im Weg stehen, eine lukrative, rosige berufliche Zukunft haben.


Links:




travis bickle